Gold und Silber und vierfache Erwähnung

Die Goldenen Löwen auf der Architekturbiennale in Venedig vergeben

Gestern wurde die wohl weltgrößte Architekturschau in Venedig eröffnet, und damit zugleich das Urteil bekannt gegeben, das alle zwei Jahre mit Zittern und Bangen von allen Beteiligten erwartet wird: Wer hat ihn bekommen, den Goldenen Löwen?!

Der fürs Lebenswerk wurde bereits vor Wochen an Alvaro Siza Viera verliehen, jetzt folgen die beiden anderen. Den für den besten Nationenbeitrag bekommt Japan für den von Toyo Ito kuratierten Beitrag "Architecture possibel here? Home-for-All", der auf das furchtbare Seebeben des vergangenen Jahres reagiert.

Den Goldenen Löwen für den besten Beitrag in der Hauptausstellung erhielten Alfredo Brillenbourg, Hubert Klumpner von Urban-Think Tank, mit  Justin McGuirk für ihre hochspannende Projektdokumentation "Torre David / Gran Horizonte", in welcher sie von der Inbesitznahme eines Hochhauses durch die Bevölkerung in Carracas erzählen.

Der Silberne Löwe für den Beitrag des besten Nachwuchsarchitekten ging an das Irische Büro Grafton Architects (Yvonne Farrell and Shelley McNamara) für ihre "beeindruckende Präsentation" ihres Universitätsprojekts in Lima/Peru, in welchem sie sich ausdrücklich auf die politisch/gestalterische Haltung Paulo Mendes da Rocha beziehen.

Die Jury mit Wiel Arets, Kristin Feireiss, Robert Stern, Bernadetta Tagliabue und Alan Yentobv vergab zudem vier Besondere Erwähnungen, leider auch diese nicht an den den Japanern benachbarten Deutschen Pavillon.

Besondere Erwähnungen erhielten der

- Polnische Beitrag "Making the walls quake as if they were dilating with the secret knowledge of great powers" (eine Installation von Katarzyna Krakowiak, kuratiert von Michal Libera)

- der US-amerikanische Beitrag "Spontaneous Interventions: Design Actions for the Common Good’." (eine Installation kuratiert von Cathy Lang Ho u. a.)

- der russische Pavillon mit seinem Beitrag "i-city" (Kuratiert von Sergei Tchoban), sowie

- der Architekte Cino Zucchi, Mailand, mit dem Beitrag "Copycat. Empatia e invidia come generatori di forma, 2012" in den Arsenale.

Mehr zur Biennale an dieser Stelle morgen. Be. K.

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