Paläon – Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
www.holzerkobler.ch, www.palaeon.de

Bei der Eröffnung des Forschungs- und Erlebniszentrums Schöninger Speere bei Schöningen sprach der Ministerpräsident des finanzierenden Landes Niedersachsen, Stephan Weil, von der Ambition der Architektur über ihren reinen Zweck hinaus. Sie solle, ein Entwurf von Holzer Kobler Architekturen, Zürich/Berlin (in Zusammenarbeit mit pbr AG, Generalplaner, Braunschweig), die Landschaft im ehemaligen Zonenrandgebiet „kulturell und wirtschaftlich weiter beleben“. Der Bau sei „ein wichtiger Baustein im Strukturwandel der Region“.

Er steht hinter einer stark spiegelnden Fassade nahe des Fundortes der „Schöninger Speere“. Die hier, wie vieles andere aus der Geschichte der Region, in einer Vitrine präsentiert werden (Ausstellungsarchitektur ebenfalls Holzer Kobler Architekturen). Der kompakte Bau inmitten der von Topotek 1, Berlin, nachempfundenen Urlandschaft bietet auf seinen drei Ebenen das übliche Repertoir heutiger Museumsausstattungen; sowie Labore im 1. OG für die Wissenschaft und Besuchergruppen.

Dass das Paläon mit seinem Verweis auf Erdschichtung und seiner extremen Entmaterialisierungsstrategie eine Architektursprache spricht, die man längst hinter sich geglaubt hat, hindert nicht, gerade das Spektakel zu bewundern, dass der Himmel mit allen Farben und Formen auf dem Haus hinterlässt für Augenblicke und wieder Augenblicke und so weiter.  Be. K.

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