Ein neues Museum auf der Zitadelle Spandau

Wettbewerb entschieden

Der im März vom Bezirksamt Berlin-Spandau in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ausgelobte nichtoffene Wettbewerb „Ein neues Museum auf der Zitadelle Spandau“ in Berlin-Spandau wurde nach eintägiger Sitzung des Preisgerichts entschieden.

Die Spandauer Zitadelle ist eine der bedeutendsten und besterhaltenen Renaissancefestungen Europas, auf der die Besucher und Besucherinnen 900 Jahre Stein gewordene Geschichte erleben können. Das Entwicklungs- und Nutzungskonzept sieht vor, die von Wasser umgebene Festung zu einer einzigartigen Geschichtsinsel auszubauen. Zwei denkmalgeschützte Gebäude des Innenhofes der Zitadelle, das ehemalige Magazingebäude (Haus 8) und die ehemalige Kaserne (Haus 6), sollen einer Nutzung zugeführt und zu einem Museum umgestaltet werden. Beide Gebäude sind prägender Bestandteil der Festungsanlage der Zitadelle.

Während in Haus 8 die Aufstellung monumentaler Denkmäler als neue Dauerausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ vorgesehen ist, soll Haus 6 für Wechselausstellungen und durch ein Tagungs- und Veranstaltungszentrum genutzt werden. Ziel ist es, die denkmalgeschützten Gebäude für die zukünftigen Nutzungen umzubauen und eine realisierbare Museums- und Ausstellungsgestaltung zu entwickeln, die die inhaltliche Ausstellungskonzeption des Auslobers umsetzt.

Das Raumprogramm umfasst ca. 3871 m² NF. Die Gesamtkosten von 12 270000 € werden zu je 50 % durch die Deutsche Klassenlotterie (DKLB) und den europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)finanziert. Geplant ist eine Fertigstellung bis 2013.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden 20 Architekten als Generalplaner bzw. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Ausstellungsgestaltern und Ingenieuren der Fachrichtung Technische Ausrüstung, Thermische Bauphysik, Tragwerksplanung und Brandschutz eingeladen, die in einem vorangegangenen europaweiten Auswahlverfahren aus insgesamt 87 Bewerbern ausgewählt wurden. Die Preissumme betrug 35000 €.

Unter dem Vorsitz der Berliner Architektin Prof. Petra Kahlfeldt empfahl das Preisgericht nach ausführlicher Diskussion einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur weiteren Ausarbeitung und Realisierung.


1. Preis 12.000 €

staab Architekten GmbH, Berlin


Anerkennung 7.000 €

Sunder-Plassmann Architekten, Kappeln

 

Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de

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