Baustelle Pergamon Museum

Museumsinsel erhält temporären Ausstellungsbau "Pergamonmuseum. Das Panorama"

Um den Besuchern der Berliner Museuminsel auch während der Sanierungszeit des Pergamonmuseums ein attraktives Angebot machen zu können, errichtet die SPK einen temporären Ausstellungsbau. Er wird direkt gegenüber der Museumsinsel am Kupfergraben und an der Bahnlinie entstehen. Die Besucher werden, ohne lange Wegstrecken zurücklegen zu müssen, den Ausstellungsbau erreichen können. Die Finanzierung und Realisierung übernimmt die WOLFF GRUPPE/IPR. Das Haus wird mindestens bis zum Ende der Sanierungszeit des gesamten Pergamonmuseums betrieben. Es ist geplant, das Haus, das sich zunächst dem Thema "Pergamon" widmen wird, kurz vor Ostern 2018 zu eröffnen.
 
Um den Bau realisieren zu können, war ein Zusammenwirken verschiedener Partner nötig. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) stellte dafür das Grundstück als Eigentümerin kostenfrei zur Verfügung. Im Auftrag der SPK wird die WOLFF GRUPPE/IPR auf eigene Kosten das Gebäude realisieren und dies mit den Einnahmen durch Eintritte refinanzieren. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde von "Partnerschaften Deutschland/ÖPP Deutschland" geprüft.  
Der architektonische Entwurf des temporären Gebäudes stammt vom Berliner Büro "spreeformat architekten". Das zweigeschossige Haus wird Ausstellungsräume, ein Café und einen Shop enthalten und von der Rotunde des geplanten Panoramas geprägt sein. Entwurf und Realisierung erfolgen in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt Berlin. Die Baugenehmigung liegt vor. Die Ausstellung "Pergamon" wird von der An-tikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin konzipiert und von "Studio asisi" gestaltet.
 
Die inhaltlichen Planungen knüpfen an die Zusammenarbeit der Antikensammlung mit dem "Studio asisi" bei der sehr erfolgreichen Pergamon-Ausstellung in 2011/2012 an. Entsprechend ist beabsichtigt, im künftigen Ausstellungsbau als Highlight das Panorama von Yadegar Asisi mit der Vision der antiken Metropole zu präsentieren. Bedeutende Teile des Pergamonaltars, darunter der Telephos-Fries (im Unterschied zum großen Gigantenfries auch als "kleiner Fries" bezeichnet), werden im Zentrum der Ausstellung stehen. Auch wird eine völlig neu gestaltete 3D-Visualisierung des Pergamonaltars den Besuchern einen Eindruck verschaffen von diesem weltberühmten Zeugnis antiker Kunst, das sanierungsbedingt bis 2023 nicht zugänglich ist. Die Stiftung wird im nächsten Jahr ausführlicher über die Ausstellungskonzeption informieren.

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