Zwei für den 3D-Druck

Das Bauunternehmen Züblin und der Technologieanbieter Instatiq bringen den 3D-Betondruck in die Baupraxis für Projekte jedweder Größe. Ein automatisch gesteuerter Mastausleger des Betondruckers Instatiq P1 trägt Beton Schicht für Schicht auf. Die gedruckten Wände erreichen eine Höhe von bis zu 3 m und eine Stärke von 16,5 bis 19 cm. Gefertigt wird mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 cm pro Sekunde und einer maximalen Leistung von 2,5 m3 pro Stunde. Die tragenden Wände eines Geschosses können damit in nur wenigen Tagen erstellt werden, sodass 1 m³ gedruckte Massivwand nur die Hälfte der Zeit des konventionellen Baus von Kalkstein-Mauerwerk benötigt. So spart man Zeit und reagiert auf den Fachkräftemangel. Mitarbeiter profitieren von besseren Arbeitsbedingungen mit weniger Staub und Lärm.

Der technische Vorteil gegenüber anderen 3D-Betondruckern ist, dass massive Wände direkt mit Material aus einem konventionellen Betonmischer und ohne Schalungen erstellt werden können. Es müssen also keine speziellen Baustoffe über weite Strecken angeliefert werden. Gedruckt wird mit einer Betonrezeptur, die ca. 20 Prozent weniger CO₂-Emissionen verursacht als klassisches Kalksteinmauerwerk. Das Gerät fügt sich mobil in die Arbeitsabläufe auf der Baustelle ein; der Mastausleger ist mit seiner 26 m-Länge auch für größere Projekte einsetzbar.

www.zueblin.de

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 02/2021

3D-Betondruck

Das Material i.tech 3D wurde von der HeidelbergCement-Tochter Italcementi speziell für den 3D-Druck entwickelt. Es kam bei dem Druck eines zweigeschossigen Einfamilienhauses in Beckum zum Einsatz....

mehr
Ausgabe 11/2021

Leichte Beton-Brücken, gedruckt

Es ist das weltweit am häufigsten verwendete Baumaterial: Beton. Der Werkstoff aus Zement, Wasser und Gesteinskörnungen ist (noch!) güns-tig, lässt sich gut verarbeiten und ist, fachgerecht...

mehr
Ausgabe 05/2021

Neue Farbbeispiele für den 3D-Betondruck

Das Unternehmen Lanxess bietet seinen Kunden seit neuestem eine Musterbox mit Farben, die im additiven Fertigungsverfahren realisiert werden können. Die Box enthält Betonmuster in 26 verschiedenen...

mehr
Ausgabe 12/2020

Lagenweise gedruckt: Betonwohnhaus in Beckum

Die Zukunft der Dingewelt ist eine, die aus dem Drucker kommt. Was vor Jahren noch ungläubiges Nachfragen erzeugte – insbesondere, weil der Nachfrager die gängigen Drucker vor Augen hatte, die...

mehr