Sanierungspreis in Hamburg
Mit dem Hamburger Sanierungspreis 2026 für Nichtwohngebäude zeichnet die Stadt erstmals herausragende Beispiele energetischer Gebäudemodernisierung im Nichtwohnbau aus und würdigt damit Projekte, die ambitionierten Klimaschutz im Gebäudebestand praktisch umsetzen. Gewinner der Kategorie „Einzelmaßnahmen“ ist die Villa Bondenwald (Andreas Heller Architects & Designers) sowie in der Kategorie „Gesamtmaßnahmen“ die Gewerbehalle in der Sportallee 77 (SHK Fachunternehmen Holger Voigt).
Interessant ist neben dem Auslober – einer Großstadt – eine wesentliche Voraussetzung zur Teilnahme am Preis: 65 Prozent. Diese Zahl lässt leise ein Glöckchen anschlagen (die Zahl findet sich im GEG, nun GMG; S. 16f.). Ausgezeichnet wird nur, wer mittels Sanierung mindestens 65 Prozent CO2- oder Primärenergieeinsparung nachweisen kann. Ob das mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz korreliert, eine Ausweiche darstellt oder andere Wege aufzeigen will, Gebäude bewohnbar zu halten? „Mit dem Sanierungspreis machen wir sichtbar, dass klimafreundliche Modernisierung machbar ist“, so Peter-M. Friemert, Laudator und Geschäftsführer der ZEBAU GmbH, die zusammen mit der D&K drost consult GmbH den Wettbewerb durchführte. Tatsächlich machbar, wer hätte das gedacht! Be. K.
