Menschen: Gendern in der Architektur

In dieser Ausgabe finden Sie unter „Menschen“ einmal keine Namen. Hinweisen möchten wir auf einen Vorgang in einem der großen Architektenverbände, für den wir selbst immer wieder in der Kritik stehen: das Gendern. Was in Ingenieurswelten häufig für eine überflüssige oder gar „schwer lesbare“ Schriftsprachenanpassung gehalten wird, hat dennoch Not, denn die „Mens World“-Sprache trägt ein gutes Stück mit dazu bei, dass Frauen bis heute in allen Berufen eine eher untergeordnete Rolle spielen.

Und so freut es den Redakteur, dass der seit gut einem Jahr von einer Frau angeführte Bundesverband des BDA sich vor Wochen entschlossen hat, seinen Namen in „Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA e.V.“ zu ändern. Das allerdings still und leise, vielleicht gar auch verschämt und – jedenfalls mit Blick auf die Website – noch längst nicht konsequent: „Der Bund Deutscher Architekten BDA ist der älteste Fachverband ausschließlich freiberuflich tätiger Architekten in Deutschland.“

Die im deutschen, föderalen System eigenständigen Landesverbände haben sich der Namensänderung zum Teil schon angeschlossen, allen vorangegangen war der BDA-Hamburg, der seit längerem „Bund Deutscher Architekten und Architektinnen BDA“ heißt. Die hier aufgeschriebene Reihenfolge der Geschlechter ist sicher dem Proporz angepasst, die Hamburger Führungsebene ist (noch) beinahe komplett mit Männern besetzt. Be. K.

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