Markthalle, Nagykörös/HU

Die ungarischen Architekten Gyula Kiss und Irén Járomi haben für Nagykörös eine Markthalle mit dem Geist der Agora entwickelt und damit einen Ort der Gesellschaft erschaffen. Nagykörös ist eine Händlerstadt mitten in der Puszta und veranstaltet einen der letzten Viehmärkte des Landes. Doch bis vor Kurzem hatte Nagykörös keine eigene Markthalle. Gyula Kiss setzte sich intensiv für das Projekt ein und erhielt nach einer dreieinhalbjährigen Entscheidungsphase den Zuschlag. „Wir wollten nicht einfach eine Markthalle gestalten, unsere Vision war die griechische Agora“, erzählt Irén Járomi von ihrer Idee. „In vielen Städten Europas werden die Markthallen am Abend zum Treffpunkt für Jugendliche. Dort passiert Leben“, ergänzt Gyula Kiss, der gemeinsam mit seiner Frau das Architekturbüro Kiss & Járomi führt. Entstanden ist ein längliches Gebäude mit einer Glasfassade, die im Inneren für viel Helligkeit sorgt. Mit der zweiten vorgesetzten Fassade aus perforierten Aluminium-Verbundplatten konnten die Architekten ein Haus im Haus abbilden. Vier bestehende kleine Hütten mussten integriert werden. Sie wurden mit dem außenliegenden Schriftzug PIAC, ungarisch für Markt, kreativ in das Gebäude eingegliedert. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt die Markthalle mit Energie und eine gute Lüftungsanlage hält Obst und Gemüse frisch.

Projektdaten

Architektur: Kiss & Járomi, Budapest/HU, www.kiss-jaromi.hu

Fertigstellung: 2019

Hersteller: PREFA Aluminiumprodukte GmbH, www.prefa.de

Produkt: Prefa Falzonal Mayagold, perforierte Verbundplatte Bronze

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