Elastisch wohnenwww.ppag.at, www.plattformnachwuchsarchitekten.de, www.bmub.bund.de/buendnis-wohnen

Gerade sucht wohl jeder nach dem Konzept: Wie die Versäumnisse im Wohnungsbau nachzuholen sind, wie Wohnungsbau für alle erschwinglich realisierbar ist, wie Integration mit Nachhaltigkeit zu kombinieren wäre etc. Die „Initiative bezahlbarer Wohnungsbau“ – ein Projekt des Bundesbauministeriums mit dem Deutschen Architekturmuseum Frankfurt a. M. und dem Bauverlag mit DBZ, BundesBauBlatt und weiteren Titeln – ist nur eine von vielen im großen Konzert des von der Bundesregierung lancierten „Bündnis Bezahlbares Wohnen und Bauen“, mit dem ganz konkret in Deutschland jährlich etwa 350 000 Wohnungen neu realisiert werden sollen.

Und vielleicht weil das Thema politisch derart aufgeladen ist, machen auch andere, nichtstaatliche Initiativen mit. Beispielsweise die Berliner „plattformnachwuchsarchitekten“, die ihren jährlich wiederkehrenden Wettbewerb „Stadt im Wandel – Stadt der Ideen“ in diesem Jahr unter das Motto „Zufluchtsuchende Willkommen! Wohnen als Grundrecht für Alle“ stellten. Gewonnen haben den Wettbewerb in der Kategorie C „Architekturvorschlag mit Potential für die Stadt“ PPAG architects ztgmbh, Wien, mit „Wohnprojekt für eine Willkommenskultur für alle, die Menschen sind“. PPAG (Anna Popelka und Georg Poduschka) denken mit ihrem Konzept der elastischen Wohnung das Wohnen von Grund auf neu. Oder vielleicht weniger absolut formuliert: Die Wiener kombinieren Gedanken, die seit jeher von Architekten zum Wohnen formuliert und gebaut wurden so, dass keine weitere Wohnutopie dabei herauskommt, sondern eine jederzeit realisierbare Idee.

Ihre Häusereinheiten sollen eigene Stadträume im Stadtnetz schaffen, die sich sanft in jeden Bestand einfügen. Erdacht wurde das Projekt für eine städtische Wohnbaugesellschaft als leistbarer Wohnbau aus Holz für ein Grundstück in Berlin Zehlendorf.

Für ihre Heimatstadt Wien wurde die elas­tische Wohnung bereits als Low-cost Version zu Kleinclustern kombiniert, „die sich symbiotisch – als städtisch-räumliche und soziale Bereicherung – in die gründerzeitliche Stadt spannen.“ Bisher unrealisiert, aber vielleicht ein Baustein im großen Projekt „Bezahlbares Wohnen und Bauen“?! Be. K.

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