Push: Für das Grundrecht auf Wohnen

Mit der Dokumentation "Push" über die neue, unbewohnbare Stadt zeigen Fredrik Gertten und Leilani Farha Vermieter ohne Gesicht. Wohnungen ohne Mieter. Sie verlangen, dass Wohnen ein Grundrecht wird.

In Toronto sind die Immobilienpreis in den letzten 30 Jahren um 425 % gestiegen! Das ist erschütternd und ernüchternd zu gleich. Der erschwingliche Wohnraum in der Stadt sinkt in einem enormen Tempo. Doch wer ist für die Verdrängung der Bevölkerung aus den Städten verantwortlich? Vielerorts wird Gentrifizierung als Stichwort und oftmals als Wurzel genannt. Doch die Explosion der Mietpreise hat auch andere Ursachen. Der schwedische Regisseur Fredrik Gertten und die kanadische UN-Sonderbotschafterin UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen, Leilani Farha, versuchen in ihrem Film „Push“ die Verflechtungen hinter der Ware „Wohnen“ aufzudecken. „Das Geflecht aus Immobilien, Baufirmen und Politikern ist so korrumpiert wie kein anderes auf der Welt. Es ist sehr schwer, etwas zu verändern, wenn die Allermächtigsten etwas zu verlieren haben und die im Eigenheim lebende Mittelschicht vom System abhängig ist“, sagt Fredrik Gertten über seine Beobachtungen während der Filmaufnahmen. Im Film werden Phänomene gezeigt, die für die Katastrophe verantwortlich scheinen, Investoren, Aibnb … PUSH back! Drängen wir sie zurück, ist der Aufruf des Films. Was können wir als Architekten dazu beitragen?

PUSH dt. Trailer - Für das Grundrecht auf Wohnen - Ab 6. Juni im KINO from mindjazz pictures on Vimeo.


Push wird im Rahmen des DOK. Festivals in München gezeigt.
Weitere Informationen: https://mindjazz-pictures.de/filme/push-fuer-das-grundrecht-auf-wohnen/

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