berufsbegleitende BIM-Fortbildung

Zertifikatskurs "BIM Professional" an der Akademie der Ruhr-Universität Bochum

Wir sprachen mit Prof. Markus König und André Pilling

Der berufsbegleitende Kurs "BIM Professional" von der Akademie der Ruhr-Universität in Bochum macht fit für BIM. Obwohl es in dem Modul, das wir am 9. und 10. November für Euch besuchten, nur um die "Abwicklung der Zusammenarbeit" ging, waren unsere Köpfe voll – "Bitte ein BIM" gibt es eben nicht.

Es kommt auf die Anforderungen an, die zu Beginn des Projektes vom Auftraggeber definiert werden. In der AIA (Auftraggeber-Informations-Anforderung) wird festgelegt, in welchen Projekt-Phasen, welcher Detailierungsgrad in den Plänen oder auch an Informationen geliefert werden soll. Daraus wird der BAP (BIM-Abwicklungsplan) entwickelt. Und weiter geht es mit jede Menge 3-Buchstaben-Abkürzungen. Viele dieser Abläufe sind vielleicht neu für Architekturbüros, andere bei näherem Hinsehen gar nicht so anders als das, was man ohnehin schon macht. Die vielen Funktionen, von denen oft gesprochen wird, wie z.B. die eines BIM-Managers, -Koordinators, oder -Autors sind eher Rollen, als neue Berufe. Je nach Projekt können sie von einer einzigen Person übernommen werden, dem Architekten.

Ja, es ist komplex, und ja, es ist ein Kulturwandel sagen die beiden Referenten Prof. Markus König und André Pilling im anschließenden Gespräch. Aber beide machen auch Mut und sehen die vielen Vorteile in der Zusammenarbeit. Wir haben die Gespräche in den folgenden Videos für Euch zusammen gefasst.

Prof. Markus König ist wissenschaftlicher Leiter am Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen der Ruhr Universität Bochum und war bereits an über 50 Veröffentlichung zum Thema BIM beteiligt. André Pilling ist Architekt und CEO bei den BIM-Spezialisten "DEUBIM GmbH" und "pos4 Architekten Generalplaner GmbH". St.J.

Gespräch mit Prof. Markus König über BIM-Strukturen

Gespräch mit André Pilling 1/2 über BIM im Wettbewerb

Gespräch mit André Pilling 2/2 über den Kulturwandel durch BIM

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