Fachwerktriennale 09

Veranstaltungen und Ausstellungen zur Zukunft für Fachwerkstädte

Die deutschen Fachwerkstädte mobilisieren ihre Kräfte, um den demographischen Wandel zu bewältigen. Anlässlich der Auftaktveranstaltung zur Fachwerktriennale 2009 am 9. Juni 2009 in Eschwege wurden 19 Konzepte zum Stadtumbau vorgestellt, die bis zum November auf unterschiedlichen Veranstaltungen öffentlich präsentiert und diskutiert werden sollen. An der Veranstaltung im alten E-Werk nahmen über 80 Teilnehmer und Vertreter der Bundesregierung und der Landesregierungen sowie Planer, Architekten und Wirtschaftsvertreter teil.

Prof. Gerner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Fachwerkstädte, stellte das Programm der Fachwerktriennale 09 im Überblick vor. Frau Doehler-Behzadi, Referatsleiterin Baukultur und städtebaulicher Denkmalschutz im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung machte auf die besondere Rolle der Fachwerkstädte als baustrukturelles Erbe aufmerksam und sagte die weitere Unterstützung des Bundes für die Fachwerkstädte zu. Herr Raabe, Ltd. Ministerialrat a. D. ging auf die stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen für die Fachwerkstädte ein. Anschließend wurde der Sonderpreis „Fachwerktriennale 2009“ an Mühlhausen verliehen.

Frau Nießen, Fachbereichsleiterin Planen und Bauen der Stadt Eschwege, zeigte die Erfahrungen im Rahmen des Stadtumbau West-Programms. Bei der Podiums­diskussion wurden die aktuellen demographischen, ökonomischen und stadtentwicklungs­politischen Tendenzen in den Fachwerkstädten thematisiert und mögliche Veränderungen in Stadtentwicklung und Förderpolitik diskutiert.

Die in der Arbeitsgemeinschaft historische Fachwerkstädte e.V. zusammen geschlossenen Städte sehen sich massiv mit den Folgen des demographischen Wandels konfrontriert. Wohnungsleerstand, Einbußen im Handel und Bevölkerungsverluste geben Anlass zur Sorge. Die historisch gewachsenen kleinteiligen Stadt- und Gebäudestrukturen schränken die Flexibilität beim Stadtumbau stark ein. Integrative architektonische, städtebauliche, wirtschaftliche und soziale Ansätze zur Stadtentwicklung sind deshalb zum Erhalt und zur wirtschaftlichen Revitalisierung von Fachwerkstädten von zentraler Bedeutung.

Die Arbeitsgemeinschaft Fachwerkstädte e.V. präsentiert im Turnus von jeweils 3 Jahren Strategien, Konzepte und Projekte zum Umbau von Fachwerkstädten bzw. -quartieren im Rahmen einer Fachwerktriennale.

 

Internet: www.fachwerktriennale.de
 

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