Studentischer Ideenwettbewerb ausgelobt
Mit einem Alter von knapp 90 Jahren ist Wolfsburg eine junge Stadt. Mit dieser Sonderrolle unter den deutschen Großstädten steht die Stadt geradezu prototypisch für die Entwicklungen im Deutschland der 1930er- bis 1970er-Jahre. Wie kann sich Wolfsburg weiterentwickeln und dabei das baukulturelle Erbe respektieren und die junge städtische Identität stärken? Das fragt alle zwei Jahre der studentische Ideenwettbewerb „WOLFSBURG AWARD for urban vision“.
Gegründet als nationalsozialistische Musterstadt wurden in Wolfsburg ab den 1950er-Jahren viele architektonische und städtebauliche Leitbilder der Nachkriegsmoderne realisiert. Die enge Verbindung zum Volkswagenwerk ließ die niedersächsische Stadt zum Inbegriff des deutschen Wirtschaftswunders werden und prägt auch heute noch die Entwicklung und das Selbstverständnis der Stadt. Studierende der Fachgebiete Architektur und Innenarchitektur, Landschafts- und Stadtplanung, Denkmalpflege und Freie Kunst sind eingeladen, Visionen für die nachhaltige Weiterentwicklung der jungen Stadt zu entwickeln. „Das Besondere am WOLFSBURG AWARD ist, dass es keine Vorgaben zum Thema oder Entwurfsareal gibt. Vieles ist willkommen – vom architektonischen Entwurf über Quartiersplanungen bis hin zu Kunst im städtischen Kontext. Dabei steht der Anspruch der Realisierbarkeit nicht im Vordergrund, vielmehr lädt der Wettbewerb dazu ein, Grenzen der Technik und des Denkens auszuloten sowie innovative oder experimentelle Ansätze zu erforschen“, hebt Wolfsburgs Erster Stadtrat und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide hervor.
Dotiert ist der Preis mit insgesamt 5 000 €. Teilnehmen können Studierende im Master oder Bachelor. Die Abgabefrist ist der 16. August 2026, während die Preisverleihung im November 2026 stattfinden wird. Wer noch weitere Informationen sucht, kann sich auch zu den Online-Einführungsterminen im April unter wolfsburgaward@stadt.wolfsburg.de anmelden.
