Muss raus: Werkbundarchiv

Dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge wurde der Mietvertrag aufgehoben. Nach 17 Jahren in der Kreuzberger Oranienstraße 25 wurde dem Verein nun von einer Postkastenfirma gekündigt. Mit seinem offenen Schaudepot, seinen Sonderausstellungen zur alltäglichen Produktkultur des 20. und 21. Jahrhunderts sowie zahllosen Veranstaltungen ist das Archiv noch bis zum 5. November 2023 Anlaufpunkt für alle Menschen, die sich kritisch mit der Gestaltung, der Produktion und dem Gebrauch von Produkten in unserer Lebensumwelt auseinandersetzen. Das Archiv ist in einem ehemaligen Werkstattgebäude untergebracht und verfügt über etwa 15 000 Objekte und mehr als 45 000 Dokumente (WBA) sowie eine umfangreiche Bibliothek.

Am 22. Mai 2024 will das Team auf die Verdrängungssituation in A-Lagen von Städten mit der Sonderausstellung „Profitopolis“ entgegnen und dann am neuen Standort in der Leipziger Straße 54 in Berlin-Mitte wiedereröffnen. Ob der bereits geplante Umzug in einen Pavillon auf der Karl-Marx-Allee im Stadtteil Friedrichshain 2027 dann noch kommt, ist erst einmal dahingestellt. Be. K.

www.museumderdinge.de
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