Menschen: Roland Ostertag und Kenneth Frampton

Roland Ostertag war bis ins hohe Alter ein äußerst engagierter Architekt, noch Ende 2016 führte er einen langen und höchst informativen Stadtspaziergang rund um den Stuttgarter Marktplatz. Jetzt wurde bekannt, dass der am 19. Februar 1931 in Ludwigsburg geborene Architekt und Hochschullehrer (Braunschweig) am 11. Mai 2018 in Stuttgart verstorben ist. Ostertag hatte bis Anfang des neuen Jahrtausends an zahlreichen Projekten gearbeitet, immer war ihm die Stadt (Stuttgart) eine Herzensangelegenheit. Der Präsident der Bundesarchitektenkammer (1993 – 1996) und Gastprofessor an der TU Wien hatte am 14. September 2015 für sein großes zivilgesellschaftliches Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten. Seine letzte Publikation 2016 bei Peter Grohmann, „Stuttgart. Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung“, ist eine Art Vermächtnis, das zu lesen auch in den kommenden Jahren für die Schärfung des Blicks auf den Städtebau höchst ertragreich ist.

Eine ganz besondere Ehrung erhielt aktuell der britische Architekt Kenneth Frampton: den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Dem 1930 geborenen Vielschreiber, Historiker, Kritiker und Lehrer wird die kleine Statue zur Eröffnung der 16. Internationalen Architekturbiennale in Venedig überreicht. Frampton wurde unter anderem bekannt durch seinen Essay „Towards a Critical Regionalism“ (1983).

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