Menschen
Mit dem Abschied von Stefan Kraus aus „seinem“ Kolumba in Köln verlässt nicht nur ein Kunsthis-toriker den Ort jahrzehntelangen Schaffens. Mit Stefan Kraus geht auch ein Mensch, der Architektur (hier die des Peter Zumthor) sowohl nüchtern (Kurator, Direktor, Hausmeister) wie aus persönlicher Erfahrung sehr emotional angeschaut hat. In einem Interview mit Uta Winterhagen im Baunetz resümiert der Ende 2025 ausgeschiedene Direktor, dass alles am Kolumba gelungen sei, sogar das Feuchtethema nimmt der Pragmatiker gelassen. Das Einzige, was ihn ärgere, sei die Übertechnisierung. „Das Missverhältnis zwischen technischen Betriebs- und Wartungskosten und operativen Mitteln für Ausstellungen und Veranstaltungen ist krass. Wir müssen über neue Museumskonzepte nachdenken und akzeptieren, dass es Kunst gibt, die altern darf, dass nur noch Teilbereiche für heikle Dinge klimatisiert werden, nicht das ganze Haus. Denn es ist sinnlos, dass wir die Kunst retten, wenn die Welt dabei untergeht.“ Sein langjähriger Stellvertreter, Marc Steinmann, übernimmt nun. Kraus‘ Zeit als Direktor können wir in der Publikation „Kolumba Architektur“ (Reihe „Kolumba“ (Bd. 66, 2025, 28 €) über seine Fotografien u. a. nachvollziehen.
