Corona-Zeiten. Krise und Chancen. Statements und Berichte

Wie reagieren wir auf die Krise? Wir fragten bei brandrevier nach!

Tobias Nazemi schrieb uns per E-Mail. Die Auftragslage ist nach wie vor stabil und die Chance für neue Kommunikationsdienstleistungen steigt. Aber der persönliche Austausch im Agenturalltag fehlt schon sehr.

Als PR-Agentur sind wir sicherlich weniger stark von der Corona-Krise betroffen als andere Unternehmen. Wir haben keine Laufkundschaft und konnten unsere Arbeitsplätze einfach und unkompliziert ins Homeoffice verlagern. Drei bis vier Personen halten als harter Kern die Stellung im Büro, nehmen Pakete an und gießen die Blumen. Der Rest der Kolleg*innen ist per VPN-Tunnel und Videokonferenz angedockt. Und auch wenn die Datenverbindung immer wieder schwächelt und Videokonferenzen sehr ruckelig und anstrengend sind, kann man doch sagen: es funktioniert. Man kann so arbeiten – für eine gewisse Zeit ist das ok.  
Aber mehr als eine Notlösung ist das nicht. Was man früher oft als störend empfunden hat – die hektische Agentur-Betriebsamkeit, klingelnde Telefone, klappernde Tastaturen, das laute Lachen der Kollegen – fehlt einem nun. All das ist einer gespenstisch anmutenden Stille gewichen, die einem von Tag zu Tag mehr aufs Gemüt schlägt. Der persönliche Austausch von Angesicht zu Angesicht fehlt doch sehr.
 
Wie sich die Corona-Krise geschäftlich für uns auswirken wird, können wir momentan nur schwer einschätzen. Bis auf ein paar wenige Projekte, die an abgesagte Messen oder Veranstaltungen geknüpft waren, sind von unseren Kunden bisher noch keine Aufträge zurückgezogen worden. Wir haben alle noch sehr gut zu tun.  
Und da alle herkömmlichen Kontaktmöglichkeiten zu den Zielgruppen der Unternehmen ja stark eingeschränkt sind, sind PR-Arbeit und Online-Kommunikation momentan wichtiger denn je. Wir rechnen daher nicht mit einem Auftragsrückgang, sondern eher noch mit einer steigenden Nachfrage nach Kommunikationsdienstleistungen. Doch wenn die allgemeine Lage sich weiter zuspitzt und in den nächsten Wochen auch die Bautätigkeit zum Erliegen kommt, sieht alles schon wieder ganz anders aus. Man kann halt nur von einem Tag auf den nächsten planen und inständig hoffen, dass wir alle diese Krise möglichst unbeschadet überstehen.

Tobias Nazemi, Geschäftsführer Brandrevier GmbH, 27.03.20

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2020-05

Im Corona-Modus neue Wege gehen

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass sich Arbeitsabläufe wie Meetings etc. stark verändern, dass Veranstaltungen abgesagt werden. Inzwischen haben wir, die DBZ-Redaktion, uns mit der Situation...

mehr
Ausgabe 2020-05

DBZ und Corona

In diesen schwierigen Zeiten das Tagesgeschäft wie gewöhnlich zu pflegen, das geht – jetzt allerdings überwiegend aus dem Home Office. Corona-Nachrichten von früh bis spät ermüden und stumpfen...

mehr
Ausgabe 2020-05 Corona-Zeiten. Krise und Chancen. Statements und Berichte

Wie reagieren wir auf die Krise? Wir fragten bei baukind nach!

Unsere Lage bei Baukind: Vier von Vierzehn MitarbeiterInnen bilden noch den „harten Kern“ in unserem Büro in Berlin, Kreuzberg. Der Rest arbeitet im Homeoffice - was für uns keine Schwierigkeit...

mehr

Wie gehen wir mit der Corona-Krise um? Dazu fragten wir nach bei Sebastian Kittelberger von dasch zürn + partner.

Wie hat Corona Sie getroffen und Ihr Büro getroffen? Das Virus Covid19 und seine unmittelbaren Konsequenzen haben unsere Büro-Existenz nur bedingt beeinträchtigt. Glücklicherweise haben wir...

mehr
Ausgabe 2020-05 Corona-Zeiten. Krise und Chancen. Statements und Berichte

Wie gehen wir mit der Corona-Krise um? Dazu fragten wir nach beim BDB.

Durch unsere Mitgliedsstruktur wird erneut deutlich, dass wir als Verband Seismograph für die Anliegen von kleinen und mittelständischen Architektur- und Ingenieurbüros sind. In dieser Situation...

mehr