Wohnexperiment mit gutem Zwischenzeugnis www.lichtaktivhaus.de

Die Ergebnisse des Instituts für Gebäude- und Solartechnik der TU Braunschweig aus den ersten Testmonaten des LichtAktiv Haus Experiments (die DBZ berichtete in Ausgabe 1/2011) bestätigen die auf Durchschnittswerten basierenden theoretischen Annahmen für Energieerzeugung und Energieverbrauch. So entspricht der Heizwärmeverbrauch den Vorausberechnungen – und das, obwohl die Innenraumtemperatur mit durchschnittlich 22-23°C rund 2°C über den kalkulierten Werten liegt. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die gute Dämmung des Gebäudes. Darüber hinaus wirken sich solare Wärmegewinne durch die Dachfenster im LichtAktiv Haus deutlich aus. Auch der Stromverbrauch durch die Familie entspricht mit 1,4 bis 1,5 kWh/m² den Berechnungen und ist mit Werten anderer Referenzgebäude vergleichbar. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die deutliche Verringerung des Stromverbrauchs für die künstliche Beleuchtung. Von Januar bis April hat sich der Wert von 72 kWh/Monat auf 36 kWh/Monat halbiert. Dabei scheint die Möglichkeit, Energieverbrauch und -gewinn auf dem Verbrauchsmonitor in Echtzeit kontrollieren zu können, das Energiesparverhalten positiv zu beeinflussen. Der regenerative Anteil an der Gesamtversorgung des LichtAktiv Hauses übertraf bislang die Erwartungen an das als Nullenergiehaus konzipierte Gebäude. Sowohl die solarthermischen Erträge als auch die Gewinne aus der Photovoltaik liegen über den kalkulierten Werten, sodass hohe solare Deckungsanteile an der Versorgung erreicht werden konnten. Auch das gute Raumklima im Haus überzeugte. Die Evaluation des Wohnexperiments LichtAktiv Haus bewegt sich an der Schnittstelle der vier Disziplinen Architektur, Ingenieurwesen, Soziologie und Psychologie und erlaubt mit seinen Ergebnissen wertvolle Rückschlüsse. „Bei der in dieser Form erstmals durchgeführten interdisziplinären Untersuchung eines Nullenergiehauses mit ausschließlich natürlicher Belüftung betreten die beteiligten Forschungseinrichtungen wissenschaftliches Neuland“, erklärt Tim Bialucha von der TU Darmstadt.

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