Wer im Glashaus ausstellt
Die Ausstellungsreihe „Glashaus“ feierte die Nummer 10

Das „Glashaus“ wird 10. Nicht zehn Jahre alt, aber immerhin zehn Büros groß. Die alle nämlich konnten sich im DAZ für zwei Monate mit ihrer Kreativität, ihrem Know-how, ihrem Selbstverständnis in Berlin präsentieren. In der zurückliegenden Zeit waren das u. a. tec Architecture, bogevischs buero, Robertneun, Bucholz Mc Evoy, sturm und wartzeck, Franken Architekten oder bhss architekten. Wer jetzt denkt, dass hier nur junge Büros die Chance einer umfassenderen Selbstdarstellung hatten – und haben werden –, der hat richtig vermutet. Mit dem Ausstellungszyklus widmet sich das DAZ ausdrücklich der Generation der Nachwuchsarchitekten.

Dabei ist es das Ziel der Berliner Kuratoren, die Aufmerksamkeit auf eine neue Generation von Architekten zu lenken und zu einer stärkeren Anerkennung ihrer Leistungen beizutragen. Ein wichtiges Anliegen ist es vor allem, durch die Vorstellung von Ideen und Konzepten, die hinter jedem Architekturprojekt stehen, Einblicke in die Arbeitsmethodik der Büros zu geben.
Das DAZ stellt den Raum – das Glashaus mit 50 m² – zur Verfügung, in dem das ausgewählte Büro in Absprache mit der DAZ-Kuratorin die Präsentation eigenständig gestaltet. Büros aus dem In- und Ausland können sich laufend per Post mit ihren Projekten bewerben, wenn sie folgende Kriterien erfüllen: Die Inhaber des Büros sind unter 45 Jahre alt, die Projekte sind innerhalb der letzten drei Jahre realisiert worden oder werden gerade realisiert und die Projekte zeichnen sich durch einen hohen gestalterischen Anspruch aus. Und sie zeigen neue, am besten noch nie gesehene, kreative Lösungen für eine nachhaltige Architektur auf.

Die erfolgreiche Ausstellungsarbeit wurde bereits gefeiert, wer schnell ist, kann am 3. Dezember den Vortrag der Nr. 10, SMAQ, Berlin/Rotterdam, live erleben. Wer zu diesem Termin seine Bewerbungsunterlagen gleich mitbringt, darf sie sicherlich den Initiatoren der Reihe, Kris­tien Ring und Franziska Eidner, persönlich in die Hand drücken; ansonsten geht das natürlich alles auch per Internet. Glückwünsche von hier aus zu demnächst dann zehn erfolgreichen Präsentationen! Be. K.

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