VDI Studentenpreis verliehen: Energieeffizientes Hochhaus

Der VDI fördert, unterstützt von der Caspar Ludwig Opländer Stiftung, mit seinem Wettbewerb schon im Studium die integrale Planung. Der mit 9 000 € dotierte Preis wurde nun verliehen. Insgesamt wurden 43 Arbeiten eingereicht, aus denen die Jury unter dem Vorsitz von Dipl.-Ing. Joachim H. Faust, HPP Architekten, drei Preise und eine Anerkennung auswählte. Studierende sollten in interdisziplinären Teams ein energieeffizientes Hochhaus in Düsseldorf-Golzheim planen. Das 100 m hohe Gebäude sollte Wohnen, soziales Wohnen und Arbeiten verbinden sowie Geschäftsflächen anbieten.

Das nächste Thema des Studentenwettbewerbs steht bereits fest: die Umgestaltung des Bahnhofs Köln-Deutz/Messe, Bewerbungsunterlagen finden Sie auf der Homepage des VDI, die Kick-Off Veranstaltung findet am 6. November 2015 in Köln statt. Letzter Termin zur Einreichung der Wettbewerbsbeiträge ist der 31. März 2016.

1. Preis „Gruppe 35“

Hochschule Coburg
Ali Tarek Ali El-Elemi, Kevin Gallas Mayer, Kai Hofmann, Sebastian Probst, Eva-Maria Ullrich

Jurystatement: „Die kraftvolle und klare Strukturierung des Hochhauses mit unterschiedlich gestalteten Gebäudescheiben besticht in der städtebaulichen Ausrichtung des Gebäudes. […] Die Unvoreingenommenheit der Gesamtidee, ein Hochhaus vertikal in seiner Nutzung zu teilen, wird von der Jury positiv bewertet, obwohl die Flächenwirtschaftlichkeit, insbesondere der Bürogrundrisse, zu hinterfragen ist. […] Der geforderte integrale Planungsansatz beantwortet weitest­gehend die konstruktiven und gebäude­technischen Belange. Die Fassade der Wohn­scheibe wird mit integrierter Photovoltaik angeboten. Insgesamt besticht der Entwurf durch seine architektonische Klarheit, die im Detail sichtbare Feinfühligkeit für technische und architektonische Lösungen widerspiegelt.“

2. Preis „the TWIST“

Karlsruher Institut für Technologie
Antonina Cannistraro, Florian Fischer, Sebastian Rumold, Jannis Damm, Yann Kasper, Florian Rahn

Jurystatement: „Die skulpturale Form des Hochhauses als richtungsloser Solitär prägt das architektonische Bild des Gebäudes. Der Sockel, aufgehender Baukörper und der deutlich abgesetzte Hochhausabschluss folgen den klassischen Gestaltungsprinzipien für ein Hochhaus. Insbesondere die Quartiersanbindung mit der grünen Brücke [...] wird von der Jury besonders hoch bewertet. Die modulare Durchmischung des Baukörpers durch Wohn- und Bürogeschosse sowie öffentlich nutzbare Räume ist ein neuer innovativer Gedankenansatz. [...] Der integrale Planungsansatz wird von der Jury besonders gewürdigt.“

3. Preis „VERTICAL CITY 2.0“

Hochschule Coburg
Jasmin Fischer, Julian Weber, Annika Knochwesen, Lorena Beloch, Christina Haan

Jurystatement: „In dem Entwurf sind in drei kompakten Blöcken urbane Räume überein­ander gestapelt. Die zwischen den Blöcken ablesbaren, so genannten ‚Energiegärten‘ strukturieren das Gebäude zurückhaltend und differenziert. Eine gleichförmige Fassadenstruktur mit opaken Brüstungselementen, den Fensterflächen und mit Photovoltaik belegten Glaslamellen zur Energieerzeugung, bei gleichzeitiger Sonnenschutzfunktion, zeugen von einer integralen Lösung. [...] Die Nutzungsmischung von Wohnen und Arbeiten in unmittelbarem Bezug stellt einen neuen interessanten Ansatz im Hochhausbau dar.“

Anerkennung „WOODRISE“

Universität Stuttgart
Norbert Jundt, Philipp Längst

Jurystatement: „Der Woodrise-Tower überzeugt die Jury insbesondere aufgrund seiner innovativen Holz-Beton-Verbundkonstruktion. Die Trennung von Büro und Wohnen wird in diesem Entwurf konsequent geführt, allerdings drückt sich die Nutzung nicht in den Fassaden gestalterisch aus. Der integrale Ansatz innovativer Konstruktion, Gebäudetechnik und Fassade reflektiert eine realistische Herangehensweise ohne innovative Risiken.“

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