Sanierung und Erweiterung Justizgebäude, Salzburg/AT

2012 gewannen Franz&Sue aus Wien einen von der österreichischen Bundesimmobiliengesellschaft ausgelobten Wettbewerb mit ihrem Konzept eines transparenten und offenen Gerichtsgebäudes, das mit verkrusteten hierarchischen Justizstrukturen bricht. Ihr „hohes Maß an Erfahrung und Kompetenz mit historischen Gebäuden“ überzeugte die Jury. Die Wiener ordneten ein verschachteltes Labyrinth aus Gängen und öffneten das denkmalgeschützte, ringförmige Justizgebäude, das von 1905–1908 nach Plänen von Alexander von Wielemann gebaut wurde, zur Stadt. Bestehende Bauten im Inneren wurden durch einen Y-förmigen, fünfgeschossigen Neubau ersetzt. Im Altbau ließen Franz&Sue Gefängniszellen aus den 1970er-Jahren aufbrechen, sie dienen heute als Arbeitsräume für die Staatsanwaltschaft und das Salzburger Landesgericht. In das EG des Neubaus setzten sie den Haupteingang, von dort aus gelangt man auf kurzen Wegen zu den Verhandlungssälen oder zu den Büros im Bestand. Das verglaste Atrium verbindet alle Geschosse und gibt den Blick auf den großzügigen Innenhof frei, der durch mehrere Eingänge zu jeder Seite nun auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

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