Mitten im Wald
Besuchergebäude der KZ-Gedenkstätte Dachau

Die KZ-Gedenkstätte Dachau wird jährlich von ungefähr 800 000 Menschen aus der ganzen Welt besucht, zu viel, als dass die hierfür vorhandenen Gebäude ausreichend gewesen wären. So gab es 2005 einen Wettbewerb, den Florian Nagler Architekten gewannen. Ihr Besuchergebäude, das am 30. April 2009 eingeweiht wurde, bietet ein Café mit Imbissmöglichkeit, einen Empfangs- und Servicebereich mit Informationsschalter, einen Buch­laden sowie die Geräteausgabe für die Audioführung. Der Neubau fügt sich in die komplexe Topografie des geschichtsbelasteten Geländes „ganz harmlos“ (Architekten) ein. Die Planer sahen angesichts der „überzeugend gelungenen“ Außenplanung (Landschaftsarchitekten Latz & Partner) keinerlei Notwendigkeit, hier noch etwas Neues zu erfinden.

Das Gebäude wird von mehreren kleinen Innenhöfen durchdrungen, die für eine natürliche Belichtung und Belüftung sorgen. Die tragenden Stützen und Wände sind aus weißlich grau lasiertem, sägerauhem Kantholz (Robinie), das Muster ihrer Setzung reflektiert den Baum­bestand.

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