Junge Architekten fördern – Deubau-Preis 2014 verliehen

Der Deubau-Preis fördert junge Architekten. Jung bedeutet unter 42 Jahre alt. Der mit 15 000 € dotierte Preis wird alle zwei Jahre an Architekten verliehen, die sich mit ihren Arbeiten für eine menschenwürdige Umwelt einsetzen und gesellschaftliche Verantwortung tragen. Unter 50 Einreichungen entschied die 14-köpfige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Julian Wékel sich, einen ersten Preis und zwei Anerkennungen zu vergeben.

Die aus einem geladenen, internationalen Wettbewerb hervor gegangene Quartiersentwicklung Hunzikerareal in Zürich-Nord, ist dann mit dem Deubau-Preises 2014 ausgezeichnet worden. 14 Solitäre bilden auf dem 40 000 m² großen ehemaligen Areal der Betonwerke ein Ensemble. Mit klaren Raumkanten, öffentlichen Plätzen und begrünten Gemeinschaftsflächen reagieren die Architekten mit ihrem Entwurf auf den vorgefundenen Städtebau. Mit insgesamt 450 Wohnungen soll ein Stadtviertel entstehen, das durch preisgünstiges Wohnen eine soziale Durchmischung erfährt. Es ist eine cité miniature in der Stadt, die die Arbeitsgemeinschaft Anna Kaestle und Dan Schürch, Duplex Architekten, Zürich/Düsseldorf gemein­sam mit Sabine Frei, Architektin und Kornelia Gysel, Architektin ETH, mit dem Hunzikerareal in Zürich/CH entwarf.

Außerdem wurden zwei Anerkennungen vergeben. Das Projekt von Franz Reschke, Landschaftsarchitekt aus Berlin, beschäftigt sich mit der Geschichte Lembergs. Ehemals Hauptquartier der SD und SS, macht die Neugestaltung des Synagogenplatzes die Geschichte sichtbar, indem die Schichten des Ortes offen gelegt werden. So reagiert Franz Reschke mit sensiblen Eingriffen und macht mit leichten Veränderungen auf den Platz als Gedenkort aufmerksam.

Eine weitere Anerkennung ging an das Education Center Nyanza in Ruanda. Dominikus Stark entwarf mit lokalen Materialien einen Ziegelbau, der als Ausbildungszentrum für den IT-Bereich genutzt wird. Der Ziegelbau lehnt sich in seiner Formsprache an die Typologie der regionalen Hofhäuser an. Nach außen verschlossen, öffnen sich die einzelnen Räume zum Innenhof, um den sich die Lehrräume des Ausbildungszentrums gruppieren.

Im feierlichen Rahmen wurden im Oktober zum 25. Mal die Preisträger geehrt. Die prämierten Arbeiten sowie die Entwürfe der Finalisten sind auf der Baufachmesse Deubaukom vom 15. bis 18. Januar 2013 zu sehen. S.C.

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