Fettes Buch

Als ich fast schon dachte, da kommt nichts mehr … also keines von diesen fetten Büchern, die den ganzen Architekten und sein Werk im Blick haben ... da kommt noch eines. Quadratisch, schwergewichtig, im schützenden Schuber. Bildlastig und mit viel Text drum herum. Den haben Freunde, Wegbegleiter geschrieben. Dass man sie besser verstünde, die in diesen Buch versammelten mehr als 500 Projekte aus über 30 Jahren. Vielleicht. Doch beim Durchwühlen der Masse von internationaler Klasse bleibt so meist nur der Name des Lehrers, OMU, im Kopf, bis heute. Es sei denn, Max Dudler macht Umbauten, Weiterbauten, Renovierungen. Dann scheint er (in Maßen) entfesselt, befreit vom ewig konjugierten Raster, dass man diesem Buch so schön wie zugleich ohrwurmhaft abgedruckt sieht. Ein grandioser Überblick, den zu durchwühlen auch auf den letzten Seiten mit den jüngsten Arbeiten wie eine Reise in die Vergangenheit ist. Entwicklungen? Kann man ausmachen, in Feinheiten, in schwebenden Nuancen. Die großartige Publikation mit ihrer exakten Reproduktion der originalen Vorlagen macht es möglich. Mit Werkverzeichnis hinterm Werkverzeichnis und Literatur. Be. K.

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