Einfamilienhaus F2, Freising

Das Grundstück am Ortsrand, flankiert von einem steilen Hang und mit freiem Blick in ein unverbaubares Naturschutzgebiet, erforderte zunächst eine aufwändige Hangsicherung mit Bohrpfählen. Vor die bewaldete, steil aufragende Kulisse schmiegt sich das zweigeschossige Einfamilienhaus, das, zusammen mit der Garage und einem verbindenden schmalen Riegel, einen einladenden Vorbereich rahmt. Das Erdgeschoss umfassen 50 cm dicke Wände aus Infraleichtbeton, deren Materialität sich nicht nur an der Fassade abzeichnet, sondern auch den Raumeindruck im Inneren prägt. Mit 700 kg/m³ bei einer Druckfestigkeit größer  als 8 N/mm² verfügt dieser hochwärmedämmende Infraleichtbeton über eine noch geringere Rohdichte als Leichtbeton. Das Verdichtungsmaß bei dieser Rezeptur entspricht der Klasse C4.

Während sich außen der Abdruck einer individuell gefertigten Holzschalung zeigt, die durch leicht versetzt angeordnete Bretter alternierend vor und zurückspringt, entschied sich Architekt Reinhard Fiedler innen für eine glatte Schalung, bei der sich gleichwohl die charakteristische Lebendigkeit des Betons prägnant abzeichnet. Bei Berührung wirken die Wände samtig rau und gleichzeitig warm. Von außen lassen unterschiedliche Fensterformate die innere Nutzung ablesen, große Verglasungen mit Eichenholzrahmen deuten auf die Wohnräume, ein schmales, liegendes Fensterband lässt den Küchenbereich erahnen.

Um eine niedrige Wärmeleitfähigkeit von Lambda kleiner als 0,185 W/mK zu erzielen, wurden dem Beton ein Blähglasgemisch (Liaver) und Blähton (Liapor) zugeführt. Außerdem ist noch ein fein abgestimmtes System aus Zusatzmitteln und Zusatzstoffen von SIKA sowie ein spezielles Zement- und Bindemittelgemisch nötig. Damit ist die Rezeptur auf die zu erwartende Hydratationswärmeentwicklung in den 50 cm starken Wänden abgestimmtHeidelbergCement AGwww.heidelbergcement.com

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