Das neue (Bau-)Ministerium

Der Schreck war kein kleiner, schließlich meldete Berlin via E-Mail das: „Ihre zum Bezug von Presse­informationen bisher im Bundesministerium des Innern und für Heimat gespeicherten Daten werden in den kommenden Tagen vollständig gelöscht.“ Was war passiert? War das Bundesminis-terium des Inneren etc. nicht zufrieden mit unserer Berichterstattung? Aber nein, darum ging es gar nicht in der E-Mail vom 5. Januar, denn im Weiteren hieß es: „Ab sofort versorgt Sie die Presse­stelle des neu errichteten Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen auf Wunsch mit Informationen zu diesen Themen.“ Wir haben uns gleich im neuen Ministerium gemeldet und harren nun der guten News, also nicht Meldungen der Art, die den Vollzug eines Vorhabens melden, das 400 000 neue Wohnungen versprochen hat, jährlich. Was den Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. GdW freuen täte, nachlesbar in einer Aktion der Haufe-Zeitschrift „Die Wohnungswirtschaft“, die noch vor den Koalitionsverhandlungen im Herbst letzten Jahres eine Webseite fingierte (www.ministerium-fuer-gutes-wohnen.de/ministerium), auf welcher der GdW Glückwünsche übermittelt, dass „der Bereich Bauen und Wohnen mit einem eigenständigen Ressort gestärkt wird.“ Man stehe der neuen Bauministerin Klara Geywitz künftig gern in sämtlichen Fachfragen zur Seite.

Ministerium für gutes Wohnen?

Dass mit dem erfundenen Ministeriumstitel ist keine Satire im Zusammenhang mit „Das Gute-KiTa-Gesetz“ oder das „Starke-Familien-Gesetz“. Er ist ernst gemeint: „Gutes Wohnen“ soll es sein, 400 000-fach neu in jedem Jahr! Dass das „Wohnen“ im Ministerium nun an erster Stelle im Namen steht, lässt vermuten, dass der Webseitenfake die richtige Kerbe gefunden hatte.

Die Berufsverbände der PlanerInnen Deutschlands aber sehen durchaus andere Wege aus der Wohnungskrise. Sie hätten lieber ein „Umbauministerium“. Die damit verbundene Programmatik schafft langfristig Wohnraum plus Beschäftigung plus Entwicklung. Ich bin im neuen Verteiler und sehr gespannt auf die News, die kommen. Be. K.

www.bmi.bund.de
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