Das kleine Gewerk Licht ist so wichtig …

„Man muss einen Lichtplaner haben, um das Zusammenspiel von Architektur und Licht auch richtig in allen Facetten zur Geltung bringen zu können“

Natürlich ist die in diesem Monat stattfindende Messe Light + Building in Frankfurt a. M. der Anlass für den Themenschwerpunkt Licht in dieser DBZ. Wieder einmal werden auf der Light + Building die neuesten Entwicklungen von Leuchten für die verschiedensten Anwendungen, Lichtquellen – vor allem LED – wie auch deren elektronische Steuerung vorgestellt. Und das Human Centric Lighting (HCL), die psychologische Wirkung von Licht auf Menschen, wird weitere Entwicklungen aufzeigen. Was aber bedeutet der Einsatz von Licht in der Architektur, was ist eine professionelle Lichtplanung? Prof. Dipl.-Ing. Andreas Schulz, Licht Kunst Licht AG, Bonn & Berlin, ist der Kopf des größten Planungsbüros für Licht in Deutschland und Lichtplaner mit internationaler Bedeutung. Er lehrt zudem Lichtplanung an der HAWK in Hildesheim. Für diese DBZ Ausgabe zum Thema Licht ist er uns genau der richtige Heftpate.

Wir treffen uns in seinem Berliner Büro. Wir kennen uns lange, fast ewig, sind freundschaftlich verbunden. Er ist noch ganz stolz auf seine eigene Ausstellung in Stuttgart, fast hundert Leute waren auf der Vernissage, trotz zeitgleicher Architekturveranstaltungen. „Der Themenkreis Licht kommt derzeit bei einer ganz anderen Zielgruppe an als vorher. Das hat auch was mit HCL zu tun, nämlich der Erkenntnis, dass Licht das Leben enorm beeinflusst. Die Erkenntnisse sind nicht neu, werden aber zunehmend von Investoren aufgenommen, um mit Licht eine höhere Leistung bei Mitarbeitern zu erzielen. Was uns sicher als Lichtplaner auszeichnet ist das vielfältige Aufgabenspektrum und die Erfahrung aus über 800 Projekten. Ich zehre immer noch von der Erfahrung meines Lehrmeisters Malottki: ‚Das erste Objekt mit einem Architekten wird gut, wenn man Glück hat. Aber eigentlich nicht. Man lernt sich erstmal kennen. Das nächste Projekt wird dann fantastisch, man weiß, wie er reagiert, welche Ansprüche da sind. Es muss eine langfristige Zusammenarbeit geben, um das Beste zu erzielen.‘ Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit schätzen und pflegen wir sehr mit einigen Architekten, was dazu führt, dass man eine gemeinsame Sprache entwickelt, man effizienter ist und weiß, welche Details wirklich wichtig sind, um erfolgreiche Projekte zu realisieren. Ebenso wichtig ist es aber auch, die Bedeutung des kleinen Gewerkes Licht dem Bauherrn deutlich zu machen. Dass man hierfür einen Spezialisten, einen Lichtplaner haben muss, um das Zusammenspiel von Architektur und Licht auch richtig in allen Facetten zur Geltung zu bringen, wie es auch effizient nutzen zu können.“

Den qualitativen Maßstab für die Wahl der Projekte zum Thema Licht hat Prof. Andreas Schulz hoch angesetzt, denn Licht ist für ihn natürlich integrativer Bestandteil der Architektur. Und das muss einfach erkennbar erfüllt sein. BF

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