Auguste Perret. Huit Chefs Architectures du Béton armé
www.expositionperret.fr

August Perret (1874–1954), Sohn eines Steinmetz und Mitglied der Pariser Kommune 1871, spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Stahlbetonbaus. Sein ganzes Berufsleben war bestimmt von einer gründlichen, fast strengen Architekturhaltung, die auf Erfindungsreichtum, Gestaltungsanspruch und Konstruktionsperfektionismus basierte; und die am Ende eine ganze Reihe von bis heute anerkannten Meisterwerken in die Welt setzte. Was unter anderem Anerkennung dadurch fand, dass Teile seines Werks im Jahr 2005 Aufnahme in die Weltkulturliste der Unesco fanden.

Die Ausstellung im Pariser Palais d’léna, eine der sicherlich spektakulären wie zugleich delikaten Architekturen Perrets von 1937, hat zum Ziel, das Universum Perret auch über den Experten- und Verehrerkreis hinaus einem breiteren Publikum näher zu bringen. Gerade dieser Anspruch wird darin offenbar, dass neben der reinen Präsentation von Leben und Werk Perrets, zahlreiche Vorträge, Diskussionen, Workshops, Konzerte und Filmvorführungen die Ausstellung rund machen.

Der Fokus der Präsentation ist auf acht Bau­ten in Paris und Le Havre gerichtet. Die Ausstellungskonzeption kommt aus den Niederlanden, Rem Koolhaas’ OMA AMO zeichnen hier verantwortlich. Sie übernehmen Designs und Szenografien, die sie bereits für Modeschauen und Modepräsentationen für Prada im Palais d’léna entwickelt haben.

Konkret gezeigt werden rund 100 Originalpläne, Fotos vom Perret-Hausfotografen Chevojon Studio, analytische Modelle sowie eine ganze Reihe von persönlichen Dingen wie Briefe, Fotoalben, Objekte, Bücher, Zeitschriften etc., die das Werk und die Person Perret deutlich herausarbeiten.

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