Bundesgesellschaft geplant
Es geht nicht voran im Wohnungsbau. Die Gründe dafür sind bekannt, Stichwort „Betongold“. Weil aber das Bauen von Wohnungen neben dem Verkehrswege- und Tiefbau das wirtschaftlich entscheidende Segment in der Baubranche ist – konjunkturell wie auch sozial – kämpfen Bau-, Wirtschafts- und jetzt das Finanzministerium für das Bauen von mehr Wohnungen. Die magischen wie zugleich lähmenden 400 000 sind in der Welt, die Wege dahin serielles und/oder modulares Bauen. Kommt die Platte wieder zu Ehren?
Aktuell hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil eine neue „Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau“ im Sinn, mittels der der Bund die reinen Baukosten unter 3 000 €/m² drücken will (vom Koalitionsausschuss im Juli befürwortet). Die Gesellschaft soll als Entwickler Wohnungsbauprojekte initiieren, öffentlich ausschreiben und mit preiswerten Krediten auf den Weg bringen. Parteikollegin und Bundesbauministerin, Verena Hubertz, unterstützt den Vorstoß.
Der allerdings hat zwei Probleme: Erstens sind allein die Länder für derartiges Regulieren zuständig, dann weist „Statista“ als durchschnittliche Erstellungskosten im Standardwohnungsbau 2 400 €/m² aus. Die Wohnungs- und Baubranche hat schon abgewunken, sie sieht die Bundesgesellschaft skeptisch. Be. K.
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