Open City

Projekte gesucht für die 4. Internationale Architekturbiennale Rotterdam im September 2009

Die 4. Internationale Architekturbiennale Rotterdam trägt den Titel Open City – Designing Coexistence und wird am 24. September 2009 im Netherlands Architecture Institute (NAI) eröffnet. Das Thema der Biennale ist ebenso anspruchsvoll wie vieldeutig: "Open City – Designing Coexistance". Allein schon der Begriff der offenen Stadt ist vieldeutig, was daran liegt, dass er die Vorstellung der offenen Stadtgesellschaft, der Stadt als Integrationsmaschine anklingen lässt, aber auch schon in sehr unterschiedlichem Kontext, etwa der Kunst und der Soziologie, verwendet wurde und dort auf verschiedene Weise nuanciert wird. Open City war nicht zuletzt nach Kriterien des UNHCR auch der Status für eine Stadt, der vom Bürgerkrieg versehrten ehemaligen Jugoslawien die Rückkehr von Flüchtlingen und Vertriebenen verschiedener Ethnien ermöglichen sollte. Eine offene Stadt war in der Vergangenheit aber auch stets eine, die sich ihren Angreifern nicht verschließen konnte: Die offene Stadt ist immer auch eine verletzliche Stadt.

Kees Christaanse, Kurator der 4. Architekturbiennale, nennt Beispiele für die offene Stadt:  „Zum Beispiel die alten Außenquartiere in größeren Städten, welche sich seit 1968 in Gebiete mit einem interessanten Nutzungsmix aus Wohnungen, Ateliers, Künstlern und Studenten entwickelt haben – viele dieser Quartiere sind eine gute Referenz für die Idee der Offenen Stadt und fast über den ganzen Globus verteilt. So meine ich hier etwa das French-Concession-Quartier in Shanghai, Kowloon in Hongkong und gewisse Teile des Shibuya-Viertels in Tokyo. Weiter der Prenzlauer Berg in Berlin, der alte Westen in Rotterdam, welcher ans Stadtzentrum angrenzt, gewisse Teile von Brooklyn in New York... Außerdem das Queen-Street-West-Quartier in Toronto, De Pijp in Amsterdam und gewisse Teile von East London werden zu so etwas wie einer Offenen Stadt.“ 

Auf einem vorbereitenden Symposium werden am 5. März 2009 an der ETH Zürich Architekten, Planer, Forscher, Historiker und Theoretiker über das sprechen, was offene Stadt heißen und bedeuten kann, bzw. wie erreicht werden kann, was man sich davon verspricht.

Hochschulen für Architektur, Städtebau und Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Stadtentwicklung und Stadtmanagement können sich mit studentischen Projekten (Forschung und Entwurf) für die Teilnahme an der Biennale bewerben, sofern die Projekte sich einem der Teilgebiete der Biennale – Squat, Refuge, Collective, Community, Diaspora – zuordnen lassen. Es können sowohl abgeschlossene als auch noch in Arbeit befindliche Projekte vorgeschlagen werden.

Veranstaltung: Symposium Open City – Designing Coexistence
Ort: ETH Zürich, Semper Aula, Rämistrasse 101, CH-8092 Zürich
Zeit: 5. März 2009, 9 – 20 Uhr
Internet: www.opencity.ethz.ch
 
Veranstaltung: Internationale Architekturbiennale Rotterdam (IABR)
Zeit: 24. September 2009 bis 10. Januar 2010
Weitere Informationen: Fragen zur Bewerbung beantwortet Marolijn Vegter, Email: m.vegter@hro.nl
Ansprechpartner: Internationale Architectuur Biennale Rotterdam, Westersingel 52, NL-3014 GV Rotterdam
Telefon: 0031 (10) 206 00 33
Email: info@iabr.nl
Internet: www.iabr.nl

Weitere Informationen zum Download:

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