BAU 2013
BIM kommt

Über 235000 Fachbesucher wurden auf der BAU gezählt, davon allen kamen rund 50000 Besucher aus Architektur- und Planungsbüros. Bei den internationalen Besuchern wurde erstmals die Marke von 60000 Besuchern übertroffen. Ihrem Ruf als „Architektenmesse“ machte die BAU auch diesmal alle Ehre.

Die Aussteller in Halle C3, in der die Bausoftwarebranche auf der BAU-IT ihre Besucher begrüßte, konnte sich nicht über mangelnden Zuspruch beklagen.

Die MWM Software & Beratung GmbH bietet für die Bereiche Aufmaß, Mengen- und Massenermittlung sowie Bauabrechnung das Programm „MWM Libero“ auf Windows 8 Tablets. Auch die handschriftliche Eingabe der Werte erfolgt problemlos mit Windows 8, denn die neue Microsoft-Oberfläche sorgt für eine flüssige Bedienung mittels Finger oder Stift, wie eine Life-Vorführung gezeigt hat.

Die Orca Software GmbH präsentierte die Version „Orca AVA 2013“ und die Online-Datenbank www.ausschreiben.de. Die Neuerungen beim Kostenmanagement, Workflowmanagement und Datenimport überzeugten durch die Optimierung von Arbeitsabläufen und Transparenz. Besonders anerkennend kommentierten die Besucher das neue Nachtragsmanagement mit seinen umfassenden Möglichkeiten zur Dokumentation und Auswertung von Nachtragspositionen.

Beim Messepublikum fand die Neuheit „Grava“, eine kreative Aufmaßlösung, die die Prozesse bei der Ermittlung von Mengen und bei der Kalkulation wesentlich vereinfacht, am Softtech-Stand großen Anklang. Erstmals führte Softtech mit Partnern wie dem TÜV QualitätsZertifikat „Planer am Bau“ und dem Bund Deutscher Baumeister BDB neben Hard- und Software-Lösungsanbietern zudem zwei starke Interessenverbände ins Feld und bot Architekten, Planern und Ingenieuren damit die Gelegenheit, sich direkt vor Ort über berufsbegleitende, qualitätshebende Leistungsangebote zu informieren. Die Ziele dieser Zusammenarbeit sind – neben der Qualitätssteigerung – die gemeinsame zeitgemäße Ausgestaltung berufsbildprägender Bedingungen wie das technische Arbeitsumfeld.

Nemetschek nutzte die Messe, um die prozessorientierte Bausoftware „Nevaris“ einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Software deckt die Bereiche AVA, Terminierung, Projektierung und Verwaltung, sowie ab Ende 2013 auch die Kalkulation ab. Das Interesse und der  Andrang am „Nevaris“-Stand war die gesamte Messezeit über rege, wurde doch zuvor die erfolgreiche GAEB-Zertifizierung durch den Bundesverband Bausoftware (BVBS) bekannt gegeben. Daher eignete sich auch der Messestandplatz am Partnerstandplatz des BVBS ideal, wie die Marketingzuständige Daniela Hetz erläuterte. Das Produkt ist, eine Gemeinschaftsentwicklung der drei Nemetschek-Töchter Nemetschek Auer (Entwicklungsleitung), Nemetschek Allplan und Nemetschek Bausoftware, das langfristig die etablierten Bestandslösungen aus dem Haus Nemetschek ablösen soll.

Johannes Reischböck, Geschäftsführer von BIMobject zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Die BAU hat sich weiter professionalisiert. Das Publikum hier ist hochkarätig – es sind die richtigen Leute da. Die Unternehmen haben die Entscheider und Know-How-Träger geschickt. Das Publikum der diesjährigen BAU ist deutlich internationaler als früher.“

 

Messethema BIM

Gefragtes Thema war das Building Information Modeling (BIM), das an mehreren Messeständen thematisiert wurde. Galt BIM bislang als wichtiges Thema der Zukunft, konnte auf der BAU der Eindruck gewonnen werden, dass die Arbeitsweise im Baualltag (zumindest teilweise) angekommen ist.

Das die wichtige Voraussetzung für BIM, die Zusammenarbeit möglichst herstellerunabhängig zu gestalten, berücksichtigt wird, zeigte u.a. Christian Ehl, CEO bim+, der in seinen Vorträgen die offene Plattform und den Marktplatz für die Bauindustrie vorstellte, die bautechnische Informationen, Modelle und die am Bauprozess beteiligten Personen miteinander verbinden soll. Anwender können integrierte Gebäudeinformationen mit benutzerfreundlichen visuellen Apps am Arbeitsplatz oder auf gängigen Mobilgeräten ansehen und bearbeiten. Sämtliche BIM-Projektmodelle werden auf dem zentralen bim+ Server in der Cloud importiert, gespeichert und verwaltet. Die BIM-Modelle können mit jedem beliebigen Modellierungs-Tool erstellt werden. Dadurch wird es für alle an einem Bauprojekt beteiligten Personen einfacher, verfügbare BIM-Informationen während des gesamten Bauprozesses einzusehen, zu verwalten, auszutauschen und zu pflegen. bim+, eine Entwicklung der Nemetschek AG, ist OpenBIM-konform, und somit offen zugänglich, herstellerunabhängig und kann mit der Software aller Hersteller verwendet werden, wie auf der BAU-IT betont wurde.

 

 Wer die nächste Ausgabe der Fachmesse BAU nicht verpassen will, kann sich den nächsten Termin schon einmal auf seinem Terminkalender, sei er nun digital oder nicht, schon notieren: Die nächste BAU wird vom 19. bis 24. Januar 2015 auf dem Gelände der Messe München veranstaltet.

 

Lesen Sie zum Thema BIM auch zwei Statements auf Seite 6 und 7 der gedruckten Ausgabe von Computer Spezial 1/2013.

 

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