Menschen
Das „ästhetische Gewissen“ sei er gewesen, Jo. Franzke, so jedenfalls die damalige Geschäftsführerin der Sweco GmbH, die 2016 „Jo. Franzke Architekten“ übernahm. Lange noch sollte der Architekt die Gewissensrolle spielen, am 6. Juli dieses Jahres war dann aber endgültig Schluss. Der in Berlin geborene und 85-jährig in Frankfurt a. M. verstorbene Architekt hinterlässt uns ein gebautes Erbe sowie viele Erinnerungen an gelegentliche Treffen. An den Hochschulen Braunschweig und Aachen hatte er Architektur studiert, arbeitete u. a. bei Erich Schneider-Wessling, im Büro Busmann + Haberer und bei Oswald Mathias Ungers, wo er einige Jahre die Büroleitung in Frankfurt a. M. innehatte. Erst 1986, mit 45 Jahren, gründete er sein eigenes Büro in Frankfurt a. M.. Mit seinem Fortgehen geht ein kleines Stück deutscher Architekturgeschichte.
Jahrelange, man möchte schreiben, jahrzehntelang, war Reiner Nagel das Gesicht und die Stimme der in Potsdam ansässigen Bundesstiftung Baukultur. Nun legt er den Posten des Vorstandsvorsitzenden Ende dieses Jahres nieder. Ihm folgt die Kunst- und Architekturhistorikerin Dr. Anne Schmedding, die die Stiftungsarbeit als langjährige Begleiterin und Mitarbeiterin kennt. Anne Schmedding leitet seit 2020 die Stiftungsprojekte der Stiftung Berliner Leben – eine Stiftung der Gewobag, hat zahlreiche Publikationen verfasst und initiiert, ist also bestens vorbereitet auf die Nachfolge, zu der wir ihr Durchsetzungsstärke und das nötige Glück wünschen.
