Liebe Leserinnen, liebe Leser,
jahrelang hatte die Septemberausgabe der DBZ das Heftthema Fassade. Da sich aber immer mehr auf dem Dach, der fünften Fassade, abspielt, haben wir uns als Redaktion dazu entschlossen diese Ausgabe nunmehr Gebäudehülle zu nennen.
In unserem Heftpartnergespräch mit Jutta Christoulakis und Thomas Lepper von AplusF Fassadenplanung aus Frankfurt am Main haben wir trotz der sommerlichen Hitze während des Gesprächs ein sehr gutes Ergebnis erzielt und können Ihnen ein interessantes Spektrum an Gebäudehüllen präsentieren.
Unsere Heftpartner AplusF beschreiben es in ihrem Standpunkt treffend, wenn sie sagen, dass es bei einer Gebäudehülle um mehr als Witterungsschutz geht – eine moderne Gebäudehülle hat vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Zitat der Heftpartner: „Fassadenplanung ist daher weit mehr als die technische und konstruktive Umsetzung der gestalterischen Ideen eines Architekten. Sie ist vor allem die anspruchsvolle Gratwanderung zwischen Kosteneffizienz und Design und damit den wirtschaftlichen Interessen der Investoren und den gestalterischen Ansprüchen der Architekten.“ Besser kann man es nicht beschreiben.
Bei unserem ersten Beitrag, dem Remerge in Eschborn (S.24ff.) kann man auf eindrucksvolle Weise sehen, dass man Bestandsimmobilien durch gezielte Maßnahmen wieder interessant für den Immobilienmarkt gestalten kann.
Der zweite Beitrag, das Heizkraftwerk in Leipzig, hatte es im Gespräch sehr schnell in die DBZ geschafft. Es handelt sich um ein gutes Beispiel, wie man eine Gebäudetypologie, die normalerweise nicht unbedingt für ihre ansprechende Gestaltung bekannt ist, mit einer Keramikfassade zu einem Augenschmeichler gemacht hat.
Ab Seite 36 haben wir mit der Quartiersgarage Neckarbogen in Heilbronn ein weiteres Beispiel dafür, wie eine alltägliche Nutzung außergewöhnlich und unaufdringlich realisiert werden kann.
Beim letzten Beitrag waren wir uns mit unseren Heftpartnern auch wieder schnell einig. Das Rathaus in Brühl besticht nicht nur durch sein perforiertes Giebelmauerwerk aus Klinker. Vielmehr ist es der Gesamteindruck, der dadurch entsteht, dass der Klinker auch an der fünften Fassade verwendet wurde.
Zum Schluss noch eine Bemerkung in eigener Sache: Das war die letzte DBZ-Ausgabe, an der unsere Volontärin Amina Ghisu mitgearbeitet hat. Liebe Amina, ich möchte mich auf diesem Weg im Namen des ganzen Teams bei Dir für Dein Engagement ganz herzlich bedanken. Wir wünschen Dir auf Deinem weiteren Weg alles nur erdenklich Gute.
Ihnen wünsche ich viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe.
Herzlich Ihr
Michael Schuster
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Schreiben Sie mir gerne unter michael.schuster@dbz.de
