Energieeffizienz von Fachwerkgebäuden

Das gemeinsame Forschungsprojekt „Fachwerk_2.0“ der Hochschule RheinMain, der BTU Cottbus-Senftenberg und des Freilichtmuseums Hessenpark untersucht, wie die Energieeffizienz von Fachwerkgebäuden unter Wahrung der Bausubstanz gesteigert werden kann. Denn in Deutschland gibt es rund 2 Mio. Fachwerkbauten, viele von ihnen stehen unter Denkmalschutz. Für die energetische Sanierung sind daher besondere Maßnahmen erforderlich. Neben der Bestandbewertung widmet sich das Forschungsprojekt „Fachwerk_2.0“ der Entwicklung neuer Ausfachungen und Dämmsysteme. Die Gefache – das sind die Bereiche zwischen der hölzernen Konstruktion – sollen mit innovativen Wandsystemen neu bestückt werden. Ein Fokus liegt dabei auf der nachhaltigen Ausbildung der Fugen zwischen Holz und Ausfachung. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollen Sanierungsmaßnahmen abgeleitet werden, die den zukunftsfähigen Erhalt von Fachwerkgebäuden ermöglichen. Gegenstand der Untersuchungen sind einzelne historische Fachwerkhäuser im Freilichtmuseum des Landes Hessen. Bereits vor zwei Jahren wurde hier das ­Kompetenzzentrum Fachwerk eingerichtet. Die Gebäude, die nun erforscht werden, können während des Prozesses besichtigt werden. „Unser Museum bietet eine ideale Plattform, um Interessierten die Themen Sanierung, Wartung und Pflege der Bausubstanz näherzubringen“, erklärt Heike Notz, die im Hessenpark die Leitung des Forschungsprojekts übernommen hat. Das Forschungsprojekt „Fachwerk_2.0“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Es startete im September letzten Jahres und wird bis 2026 laufen.

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