DFZ-Bau nimmt Arbeit auf
Am 25. September 2026 erfolgte im Bundesrat im Rahmen eines gemeinsamen Termins der Gründungspartner der Start der ersten Forschungsprojekte des künftigen Deutschen Forschungszentrums für zukunftsfähiges Bauen (DFZ-Bau). Die Aufnahme der Forschungstätigkeit markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu seiner ins-titutionellen Gründung, die noch in diesem Jahr erfolgen soll. Die Etablierung des DFZ-Bau ist ein gemeinsames Projekt des Bundes, der Länder Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg sowie von Partnern aus Forschung und Praxis. Das Forschungszentrum soll als eine zentrale Anlaufstelle bei der Unterstützung und Bündelung der Bauforschungsaktivitäten in Deutschland etabliert werden. Der Fokus liegt auf der Vernetzung von Forschung und Praxis, so dass u. a. Forschungsergebnisse schneller in die praktische Anwendung gelangen. So sollen neue Verfahren, Materialien, Technologien und Prozesse unter realen Bedingungen erprobt, systematisch evaluiert und gemeinsam mit der Praxis und für die Praxis weiterentwickelt werden. Die ersten Projekte an den Forschungsstandorten Dresden, Stuttgart/Karlsruhe und Weimar setzen diesen Ansatz bereits beispielhaft um.
Dass hier vor der institutionellen Gründung gestartet wird, birgt einerseits das Risiko nichtkoordinierten Überreagierens, andererseits zeigt das den Anspruch des neuen Zentrums: Es geht den Beteiligten um die zügige und wirkungsvolle Erreichung echten inhaltlichen Mehrwerts. Den sehen die Vertreter der Projektpartner ganz klar, so die Ministerpräsidenten Cem Özdemir (Baden-Württemberg) und Mario Voigt (Thüringen), der Chef der Sächsischen Staatskanzlei Dr. Andreas Handschuh (Sachsen) sowie die Professoren Achim Menges (Universität Stuttgart), Viktor Mechtcherine (TU Dresden) und Peter Benz (Bauhaus-Universität Weimar).
Zum Start fördern Bund und Gründungslän-
der drei Initialprojekte, welche die künftigen Forschungscluster des DFZ-Baus vorbereiten. Universität Stuttgart: In Stuttgart und Karlsruhe entstehen zwei Experimentalplattformen in Bestandsgebäuden (Reallabore); TU Dresden: Das Dresdner Projekt untersucht, wie bestehende Gebäude ressourcenschonend und minimalinvasiv saniert und umgebaut werden können; Bauhaus-Universität Weimar: Im Projekt BIM-Condition entwickelt die Bauhaus-Universität gemeinsam mit der MFPA und dem IAB Weimar einen digitalen Sanierungszwilling für Plattenbauten.
An der Konzeption sind die Exzellenzcluster Integratives computerbasiertes Planen und Bauen für die Architektur der Universität Stuttgart und CARE der TU Dresden maßgeblich beteiligt. Die eigentlichen Forschungscluster sollen nach der formalen Gründung des DFZ-Baus voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 starten. Wissenschaftlich begleitet werden die Projekte vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
www.bmwsb.bund.de
