Wohnen, ein teures Gut. Was tun?

Das fängt doch ganz gut an: Unsere neue Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat die Grundzüge ihrer wohnungspolitischen Agenda vorgestellt. „Wohnen darf kein Luxus sein, auch nicht in München, Frankfurt oder Stuttgart“, sagte sie u.a. kürzlich auf einem Kongress in Berlin.

Wohl wahr, denn für Geringverdiener wird es immer schwieriger, eine Wohnung zu finden. Die Zahl der Sozialwohnungen ist in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen. Im Jahr 1990 gab es noch rund 3,6 Mio. Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung, inzwischen sind es nur noch ca. 1,6 Mio. Einkommensschwache Familien, ältere Menschen wie solche mit Migrationshintergrund, selbst vermeintliche Normalverdiener können sich das Gut Wohnen nicht oder fast nicht mehr leisten, viele kommen an ihr Existenzminimum.

Die Ministerin kündigte an, sie wolle ein „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ schmieden. „Die großen Akteure der Wohnungspolitik, Bund, Länder und Gemeinden, Verbände und Fachexperten müssen an einen Tisch“, sagte sie. Darüber hinaus will die Ministerin dafür sorgen, dass der altersgerechte Umbau von Wohnungen schneller vorangeht. Dazu soll die Zuschussförderung im KfW-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ wieder eingeführt werden. Richtige Ansätze, jetzt müssen Taten folgen.

Bis das soweit ist zeigen wir aktuell im Architekturteil, wie sich Architekten dieser Situation des bezahlbaren Wohnungsbaus stellen, wie sie ihn planen und umsetzen. Mit dem Entwickeln neuer Typologien, die aus den Bedürfnissen der Bewohner abgeleitet sind, entstehen qualitativ ansprechende und hochwertige Wohnhäuser, die zeigen, was Wohnen jetzt und in Zukunft sein kann: flexible Grundrisse, Doppelbelegung, Wohnen in der Gemeinschaft und mit mehreren Generationen und vielen anderen Variationen des Wohnens. Mit zwei Beispielen lohnt sich auch ein Blick zu unseren holländischen Nachbarn, die mit scheinbarer Leichtigkeit bezahlbaren und qualitativen hochwertigen Wohnungsbau realisieren. BF

Das DBZ Fachforum Fassade ist Ihre Kontaktbörse und der ideale Ort, einen Blick bis hinter die Kulissen der Branche zu werfen. Hierbei ist uns, der DBZ, besonders der intensive Austausch von Experten auf Teilnehmer- und Referentenseite wichtig. Freuen Sie sich auf Themen wie: Stahlprofile in Fassaden, Die ge(sc)hobene Fassade, Medienfassaden, Lüftungssysteme in Fassaden, Dämmsysteme für die Gebäudehülle, Photovoltaik, Energetische Fassade und Trockenbau in der Fassade. Den Impulsvortrag auf dem Forum hält Andreas Fuchs, Prof. für Baustofflehre, Baukonstruktion und Entwerfen, Hochschule RheinMain in Wiesbaden.

Die Teilnahmegebühr für beträgt 150 €/Teilnehmer. Abonnenten einer Fachzeitschrift des Bauverlags, Mitglieder des BDB Bund Deutscher Baumeister e.V. sowie Gäste der Veranstaltungspartner erhalten kostenlosen Eintritt. Melden Sie sich gleich an unter DBZ.de/fachforum.

Folgende Termine bieten wir stehen zur Auswahl: 6. Mai 2014 in Berlin, 8. Mai 2014 in Hamburg, 12. Mai 2014 in Frankfurt und 15. Mai 2014 in Essen. Sie sind uns herzlich willkommen!

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