WerkBundStadt Berlin www.werkbundstadt.berlin

Der Berliner Werkbund präsentiert aus Anlass des Deutschen Werkbundtages vom 23. bis 25. September 2016 die Planungen für die WerkBundStadt, ein neues Stadtquartier in Berlin-Charlottenburg. Als föderales Mitglied des Deutschen Werkbundes setzt sich der Berliner Werkbund seit langem mit Fragen zum Wohnungsbau in Berlin auseinander.

Die WerkBundStadt wird auf einem rund 29 000 m² großen Areal eines ehemaligen Tanköllagers am Spreeufer entstehen. Insgesamt sind 32 Wohnhäuser unterschiedlicher Größe mit insgesamt 1 100 Wohnungen ge-plant, davon etwa 330 mietpreisgebunden.
32 namhafte Architekturbüros (die Liste finden Sie auf DBZ.de) entwickeln und gestalten das Projekt gemeinschaftlich. Dazu kommen zahlreiche Spezialisten unterschiedlicher Gestaltdisziplinen. Die Grundlage der Konzeption bildet eine Reihe von Symposien, die im Herbst 2015 mit den beteiligten nationalen wie internationalen Architekten stattfanden. Dort wurden die gestalterischen, politischen, ökonomischen, ökologischen, technischen und sozialen Fragen mit Experten aller Disziplinen diskutiert. Die Gesamtverantwortung liegt bei Claudia Kromrei (Vorsitzende Werkbund Berlin) und bei Paul Kahlfeldt (Vorstand Deutscher Werkbund). Die Projektleitung hat Corinna Scheller.

Das künftige Wohnquartier soll autofrei sein und Nachbarn und Spaziergängern ungehinderten Zugang zum Spreeufer gewähren. So entsteht direkt am Wasser ein lebendiges, neues Stadtquartier mit hoher Nutzungsdichte und sozialer Durchmischung. Das Konzept der WerkBundStadt setzt weder auf einen klassischen Siedlungsbau, noch auf Gated Communities oder Town Houses. Seine Finan­zierung erfolgt nach dem Prinzip einer sozial verantwortlichen Investorenschaft, die sich den innovativen Projektansatz zu eigen macht. Planer, Gestalter, Politik, Nachbarschaft, Unternehmen, Wissenschaftler und Künstler werden in den fortlaufenden Diskussionsprozess über die Gestaltung und ihre ökonomischen, ökologischen und politischen Maßstäbe eingebunden sein.

Der 1907 gegründete Werkbund hat sich wiederholt der Aufgabe gestellt, modellhafte Antworten auf drängende Fragen nach zeitgemäßem städtischem Wohnen zu finden. Das bekannteste unter seinen bisher realisierten Siedlungsprojekten ist bis heute die Werkbundsiedlung Stuttgart-Weißenhof. Die WerkBundStadt wird keine neue Werkbundsiedlung sein, sondern ein urbanes Quartier der Gegenwart, dessen stadträumliche und architektonische Gestalt, soziale Mischung und funktionale Möglichkeiten wegweisend sein können für die Stadtplanung im 21. Jahrhundert.

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2019-02

WerkBundStadt abgesagt. Oder doch nicht?

100 Jahre Bauhaus: Wir feiern. Bundesweit und mit großem Aufwand. Bauhaus steht für deutsche Architektur- und Designgeschichte, die weltweit sehr erfolgreich vermarktet wird. Immerhin 12 Jahre vor...

mehr

Diskurs bauen: WerkBundStadt Berlin

KAP-Forum lädt Paul Kahlfeldt, Christoph Ingenhoven und Arno Brandlhuber ins MAKK zur Präsentation/Diskussion, 30. März 2017, ab 19 Uhr

Rund 90 Jahre später will der Werkbund Berlin sich erneut am städtebaulichen Diskurs beteiligten und Antworten für den zeitgenössischen Wohnungsbau liefern. Am Berliner-Spreebord soll unter der...

mehr
Ausgabe 2016-11

WerkBundStadt präsentiert Entwürfe www.werkbundstadt.berlin

„Der Wohnort des Menschen des 21. Jahrhunderts“, so der Werkbund Berlin, „ist die Stadt.“ So allgemein richtig das sein mag, so wenig sagt es am Ende aus. Kritischer wird es schon, wenn die...

mehr
Ausgabe 2018-12

Stadtquartier Süd, Augsburg

Haunstetten ist mit rund 26?000 Einwohnern Augs­burgs bevölkerungsreichster Stadtteil. Um dem wachsenden Bedarf an Wohnfläche zukünftig gerecht zu werden, beschloss die Stadt Augsburg im Jahr 2017...

mehr

Nachhaltige Stadtverdichtung im Quartier

Diskussion zum Quartier der Zukunft am Beispiel des ehemaligen Werkbundprojekts "WerkBundStadt", jetzt "Spreebord" am 29. Januar 2019 in Berlin

Am Beispiel des ehemaligen Projekts "WerkBundStadt" in Charlottenburg-Wilmersdorf, jetzt „Am Spreebord“, diskutieren die Teilnehmer Barrieren, die übersprungen werden müssen und...

mehr