Wege zur zertifizierten LichtdesignerIn

Die Light + Building 2020 nähert sich mit großen Schritten (8. bis 13. März, s. auch beigelegter architectsguide), Grund genug, einmal auf ein großes Branchenthema zu schauen: Im Jahre 2014/15 trafen sich 12 LichtdesignerInnen in Frankfurt a. M. mit der Zielsetzung, der Tätigkeit der LichtdesignerInnen/LichtplanerInnen zu einer eigenständigen Berufsanerkennung mit einem geschützten Berufstitel „LichtdesignerIn“ zu verhelfen. Denn bis heute ist die Zuordnung der Arbeiten als LichtdesignerIn in der HOAI nicht eindeutig oder eigentlich auch gar nicht vorhanden. So übernehmen normalerweise, nach HOAI, die ArchitektInnen die Gestaltung und die Elektro-IngenieurInnen die lichttechnische Ausführung. Grundsätzlich sollten, auch angesichts der steigenden Ansprüche an die Lichtplanung, die Lichtgestalter einen Platz als eigenständiges Planungsgewerk zwischen Architektur und Beleuchtung in der HOAI finden.

Auf dem 1. Lichtarchitekturkongress in Lindau 2018 – eingeladen hatte die FILD Federation of international Lighting Designers – verabschiedeten rund 240 TeilnehmerInnen die „Lindauer Thesen“, die u. a. das Folgende beinhalten: die Forderung nach einer Berufsanerkennung der LichtdesignerInnen mit geschütztem Berufstitel, verbindliche Ausbildungsstandards gültig für alle EU Staaten, ein eindeutiges Leistungsbild, eigene Honorarordnung mit eigenständigem Leistungsbild, Ausbildung und Qualifikation entsprechend den Bologna Kriterien d. h. Bachelorabschluss und Masterstudiengang in Architectural Lighting Design oder Masterstudiengang mit einheitlichen Lehrinhalten gültig für alle europäischen Universitäten und Hochschulen. Referenz hiefür ist der Masterstudiengang der Hochschule Wismar und ein Masterstudienabschluss, der zum Berufstitel „Lighting Designer MA.“ berechtigt.

Darüber hinaus wünscht sich die FILD u. a. eine Förderung der Grundlagenforschung LICHT, eine Anerkennung des Fachgebiets Lichtdesign, einen Masterstudiengang mit festgelegten Inhalten oder auch die Anpassung der Normen an neueste und physiologisch sinnvolle Lichtqualitäten.

Die FILD e. V. können Sie auf der Light + Building in Frankfurt a. M. in der Halle 4.1 am Stand J25 besuchen. Ein speziell auf die Thematik zugeschnittenes Programm gibt es am 10.03. in der Halle 3.C Westseite.

www.fild.eu

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