Was macht eigentlich der BER, Berlin?

Eine schöne runde Zahl: Am 23. November 2017 feierte der BER 2 000 Tage Nichteröffnung – nach dem geplatzten Start am 3. Juni 2012. Und heute sieht es nicht so aus, als wäre die nächste glatte Zahl nicht auch noch möglich! Von mehr als 7 Mrd. € Kosten ist mittlerweile auszugehen, ob die nur eine schöne Subventionsspritze für Handwerk und Industrie waren, können wir im Herbst 2020 überprüfen, dann soll eröffnet werden. Glauben will das aber niemand mehr, das Projekt Flughafen scheint gescheitert. Dabei ist kein Stillstand: Auf dem Gelände wird gerade die Baugrube für das Terminal 2 ausgehoben. Hier sollen die Billig-Airlines andocken können, die Baugenehmigung wurde aktuell erteilt. Weil es schnell gehen musste, kommt die Planung dazu von einem Generalunternehmer. Wer das sein soll, wurde im August entschieden [nach Redaktionsschluss].

Am 7. September wird sich zum zweiten Mal ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zum BER-Skandal treffen, um vielleicht irgendwann die politisch Verantwortlichen ausfindig zu machen. Es gibt bereits ernst zu nehmende Vorschläge, den BER haustechnisch auf den Status quo ante zu zurückzusetzen, um die mittlerweile veralteten, vor allem aber überall nachgebesserten Anlagen komplett auf einen aktuellen Stand zu bringen. Das würde ordentlich kosten, aber auch Firmen weitere Beschäftigung sichern. Der BER: Zukünftig ein Stegreif-Thema für Studierende? Wird ohnehin Zeit, dass wir uns über das Verkehrsmittel Flugzeug neue, zukunftsgewandte Gedanken machen, der Fall BER ist dazu doch ein guter Anlass! Be. K.

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