Villa Neo, Hamburg

Das länglich auskragende, ca. 400 t schwere Obergeschoss der zweigeschossigen Villa in einem Hamburger Vorort wird von drei V-Stützen getragen. Darunter liegt ein Sockel aus Naturstein, unter dem sich die Tiefgarage befindet. Der Baukörper wird von großen Stahllamellen umspannt und verbindet so, zusammen mit dem Luftraum in der Mitte des Hauses, die verschiedenen Ebenen. Um den Betonkörper auf die drei V-Stützen zu stellen, mussten sie in den Tragwerkskörper von einer Spezialfirma jeweils eingeschweißt und innen mit Volleisen stabilisiert werden. Die Stützen tragen die ganze Last des Betonkörpers, die Volleisen vermeiden Schwankungen. Um die skulpturale Wirkung des Gebäudes zu schaffen, das wie aus einem Guss wirkt, konnten die Wände zudem nicht im Fertigteilwerk hergestellt werden, sondern wurden in Ortbeton ausgeführt. Deshalb ist die Statik des Gebäudes so ausgelegt, dass sich an der Fassade keine Dehnfugen befinden. Auch die Fassadenbefestigung wurde direkt auf der Baustelle verarbeitet und nicht wie sonst üblich, vorher im Fertigteilwerk eingesetzt. Fionn Mögel von Querkopf Architekten erklärt: „Durch die Nähe zum Wald ist natürlich Feuchtigkeit und Vermoosung der Fassade ein wichtiges Thema. Wir wollten ein Objekt entwickeln, das mit diesem natürlichen Prozess umgehen kann und würdevoll altert. Eine weiße, geputzte Oberfläche wäre viel zu anfällig und arbeitsintensiv, daher war für uns Beton die einzige Alternative.“ Um die Beton­optik markant erscheinen zu lassen, entschieden sich die ArchitektInnen für eine sägeraue Brettschalung.

Projektdaten

Architektur: Querkopf Architekten GmbH & Co. KG, Hamburg,

www.querkopf-architekten.de

Fertigstellung: 2019

Hersteller: Schöck Bauteile GmbH, www.schoeck.de

Produkte: Schöck Isolink Typ TA-H und Typ TA-D

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