Umweltinformationszentrum in Brüssel/B

Im Frühjahr wurde eines der größten hundertprozentigen Passivbürogebäude Europas in Brüssel eingeweiht. Das Umweltinformationszentrum steht auf einem Gelände, das zu einem umfangreichen

Stadterneuerungsprojekt am Kai des Binnenhafens gehört. Das vom niederländischen Architekturstudio Cepezed entworfene Gebäude ist bereits jetzt eine Ikone. Aufgrund seines gewölbten, dunklen Dachs erhielt es den Spitznamen „der Toaster“. Die Architekten haben hier die neuesten Energieeffizienz-Technologien modellhaft angewandt. Ein geringer Anteil mechanischer Belüftung und Betonkernaktivierung in Verbindung mit Geothermie leisten ihren Beitrag zur Erfüllung der Passivhaus-Kriterien. Die Solarpaneele sind großflächig in die Fassade integriert und decken einen Teil des Energiebedarfs ab. Die Büroräume sind um ein zentrales Atrium herum angeordnet. Es erstreckt sich über sieben Stockwerke unter einem gewölbten, transparenten Dach, das für konstante, natürliche Beleuchtung sorgt. Das Atrium ist nicht nur aus architektonischer Sicht sehenswert: Es bezieht auch den Außenbereich ein und gewinnt und speichert Wärme, die weitergenutzt wird. Das dreifach verglaste Dach stellt ein hohes Maß an Isolierung sicher und das automatische Jalousiesystem schirmt im Sommer das Atrium vor übermäßigem Sonnenlicht ab. Das Gebäude erhielt eine BREEAM-Excellent-Zertifizierung.

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2016-09

Fassade als Kraftwerk Umweltbehörde Brüssel

Nach einem ergebnislosen geladenen Wettbewerb wandte sich Tour et Taxis, der Bauherr und Eigentümer des ursprünglichen Hafengebiets, der durch die Entwicklungsgesellschaft Extensa Gruppe...

mehr