Stadtwerke Lübeck: Holzbau im Passivhausstandard

„Europas größter Holzbau im Passivhausstandard“, das klingt wie es klingen soll: rekordverdächtig. Mit dem neuen Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lübeck möchten die Bauherren neue Maßstäbe in Sachen Klimaschutz setzen: Konzipiert als Passivhaus er­füllt es die energetisch höchsten Standards im Gebäudebetrieb.

Allein durch die Auswahl geeigneter Materialen wurden schon im Bau rund 90 % CO2 gegenüber der Verwendung herkömmlicher Materialien eingespart. So stellte ein CO2-Ausgleichsprogramm sicher, dass auch das durch die Materialtransporte zum Standort anfallende CO2 im Laufe einer Generation wieder gebunden wird. Außen ist das Gebäude ein recht­­ecki­ges Volumen mit abgerundeten Ecken und ungleichen Seitenlängen. Zwei L-förmige Baukörper mit sich aufweitenden Gebäudeschenkeln sind so

zueinander angeordnet, dass sie einen Innenhof bilden. Die Fassade ist mit viel Glas, Grün sowie Lärchenholz gestaltet. Innen bleibt die Holzkonstruktion unverkleidet,

der Werkstoff Holz ist das gestalterische Element. Die offene Raumlandschaft mit ihren verglasten Fluren erhält viel Tageslicht und ermöglicht den Blick nach draußen – natürlich von jedem Büro aus, aber auch aus den Mittelzonen mit den Meetingpoints heraus.

Das neue Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lübeck wurde in 13 Monaten mt einer Nutzfläche von 13 856 m2 realisiert. Der derzeit größte Holzbau Europas im Passivhausstandard bietet Flächen für Büros, Konferenz- und Seminarräume sowie ein Restaurant.

Der Entwurf stammt von Klein Architekten, die ausführende Architekturplanung über­nahm pbr Planungsbüro Rohling AG.

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