Simple Systems – Complex Capacities
Architekturfachzeitschrift ARCH+ lobt gleichlautenden Wettbewerb aus

Fast könnte man eine Koinzidenz feststellen zwischen dem Wettbewerb, den die Redaktion von ARCH+ auslobte und der oben gedruckten Meldung zum Metallvorhang in Österreich. Begleitend zur Ausgabe 188 möchte der Wettbewerb für eine breitere Diskussion und eine experimentelle Weiterentwicklung des im Heft vorgestellten Konzepts sorgen.

Für alle offen, wünschen sich die Auslober die Entwicklung eines Materialsystems, das in Wechselwirkung mit der Umwelt steht und auf funktionale und performative Anforderungen eingehen kann.

Material kann bei gleicher chemischer Zusammensetzung ganz verschiedene Eigenschaften entwickeln. Der Unterschied liegt in der Struktur begründet. Die Leistungsfähigkeit, sprich Performance, natürlicher Systeme basiert auf ihrer strukturellen Differenzierung. Die Ausgangsfrage des Wettbewerbs ist, wie das immense Potential, das in der Ausdifferenzierung von natürlichen Strukturen steckt, für die Architektur und das Bauen genutzt werden kann.

Worum es geht, ist nicht weniger, als Architektur von Grund auf neu zu denken, als unterschiedlichste systemische Wechselbeziehungen aus Form, Material und Struktur, deren Entstehung (Herstellung, Fertigung, Fügung) und deren Wirkung (Performance).

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2009, die Preissumme beträgt 12000 €. Über die Wettbewerbstheorie hinaus ist in Kooperation mit Materialfirmen die Realisierung von Prototypen im Maßstab 1:1 geplant.

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter archplus.net

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