Polierter Beton 

Für stark beanspruchte Betonböden, beispielsweise in Lagerhallen mit Staplerverkehr, gibt es eine wirtschaftliche Alternative zu Beschichtungen; polierten Beton.

Dazu wird ein Betonboden zunächst mit diamantbesetzten Werkzeugen plangeschliffen. Anschließend wird ein farbloser und ungiftiger Betonhärter aufgebracht, der infolge einer chemischen Reaktion im Beton dessen Poren verfüllt und verdichtet. Dadurch wird das Material entscheidend stabilisiert.

Frisch gegossene Betonböden können vier Stunden nach dem Auftrag mit dem Härter versehen werden. Dadurch verliert der Boden beim Austrocknen weniger Wasser, was thermische Rissbildungen minimiert. Dies bestätigte eine Untersuchung der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technik in Oslo. Im nächsten Arbeitsschritt wird der Boden mit zunehmend feiner Körnung (bis 3000) erneut geschliffen. Der Schliff erfolgt trocken und der Schleifstaub wird zu 99 % abgesaugt. Abschließend wird poliert.
Dabei entstehen Oberflächen, die von matt schimmernd bis hochglänzend reichen und das Einsickern von Wasser, Ölen und Chemikalien weit gehend verhindern. Auch wenn die hochglänzenden Böden wie feucht aussehen, ist ihre Rutschfestigkeit doch erheblich besser als beispielsweise bei keramischen Fliesen. Die fertig behandelten Böden verfügen über dauerhaft hochfeste Nutzflächen, auf denen Reifenspuren kaum sichtbar sind. Bedarf der Boden nach einigen Jahren einer Auffrischung, reicht in der Regel ein erneutes Polieren, um den ursprünglichen Glanzgrad wieder zu erreichen.

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