Neue und Alte Pinakothek, München

Man sei auch mit Eimern und Plastikplane unterwegs gewesen, um den Bau und die dort lagernden sowie ausgestellten Kunstobjekte zu schützen. Wasser, das vom flachen Dach der Neuen Pinakothek bei Regen immer wieder irgendwo durchdrang. Zwar ist in den letzten 10 Jahren für rund 11 Mio. € immer wieder repariert worden, doch energetische Aspekte und Schadstoffbelastungen drängten auf grundlegende Maßnahmen an dem Museumsbau, der aus einem Ideenwettbewerb 1966/67 hervorgegangen war. Alexander Freiherr von Branca durfte die Betonburg realisieren, deren Schäden nach knapp 40 Jahren grundsätzliche sind. Zudem drängt die Zeit, weil das Interimskonzept zum Brandschutz letztmalig bis Ende 2018 verlängert worden war. Ebenso konnte der Sachschutz für die wertvollen Kunstwerke nicht mehr gewährleistet werden. Aktuell ist das Haus geschlossen, voraussichtlich bis 2025.

Beauftragt mit der Generalsanierung wurden das Münchner Architekturbüro Hild und K sowie Caruso St John Architects aus London. Ihre Arbeiten sollen nach Abschluss von den Besuchern des Museum nicht wahrgenommen werden können, der Verwaltungstrakt und das Doerner Institut erhalten allerdings ein komplett neues Raumprogramm. Über die Kosten schweigt sich die Bauherrschaft aus, die im Raum stehenden 80 Mio. € werden bereits als lächerlich wenig kolportiert.

Auch die Alte Pinakothek von Klenze/Döllgast war 2017/18 saniert und mit dem Schwerpunkt Erdgeschoss umgestaltet worden (Sunder-Plassmann Architekten, Kappeln/Berlin, mit Peter Andres Lichtplanung, Hamburg). Be. K.

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