Neubau der Universität Kassel

Der von Birk Heilmeyer und Frenzel entworfene Neubau der Universität Kassel ist einer der Bausteine auf dem ehemaligen Gelände der Gottschalk-Fabrik. Der Masterplan gibt den siebeneckigen Grundriss des Gründungs- und Innovationszentrums vor. Zwei Innenhöfe, die ausreichend Tageslicht in die Räume bringen, gliedern den Neubau. Auf ca. 6200 m² verteilen sich Büro- und Laborräume, Werkstätten, Ateliers und eine Cafeteria mit Seminar- und Konferenzräumen. Ein Einschnitt im Südwesten des Gebäudes markiert den Eingang. Von dort wird einer der beiden Innenhöfe erreicht, den eine großzügige Freitreppe bestimmt. Sie ist aus rohem Beton, wie der gesamte Innenraum. Auffällig sind die von den Architekten bewusst sichtbar gelassenen Installationsschächte, die sich durch das gesamte Gebäude ziehen. Sie vermitteln den Eindruck des Unfertigen, des Gründens. Diese Ästhetik entspricht einer weiteren Funktion des Zentrums: Büro-räume für Startups und Co-Working. Um diese nicht nur erschwinglich, sondern auch flexibel zu halten, ist das Gebäuderaster auf 1,5 m angelegt. Die reduzierte Architektursprache des Stuttgarter Büros spiegelt sich auch im Erscheinungsbild des Gebäudes wieder. Funktional und unprätentiös. S.C.

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