Jede Menge Hinweise

Absolute Raumgröße, Raumbeziehungen, Fläche je Schüler, Innen-/Außenbeziehun-gen, Materialien, Farben, Luft- und Lichtqualität, Akus-
tik, Pflege, Rückzugsmöglichkeiten, Gemeinschaftsräume, Barrierefreiheit, ökonomische Aspekte im Lebenszyklus des Schulgebäudes, Ökologie … was die Schule der Zukunft sein kann, so die Autoren der vorliegenden Publikation, sei nicht vorhersagbar. Zu komplex ist die Planungsaufgabe, die über alles technisch Leistbare hinaus auch unendlich viele weiche Planungsfaktoren umfasst; was niemanden daran hindern sollte, sich Gedanken über den bestmöglichen Entwurf und seine Umsetzung zu machen.

So beschreibt das Autorenkollektiv Geschichte und Gegenwart, zeigt Grund­risse im internationalen Vergleich, nennt und erläutert Stichpunkte der Planung, bietet eine Menge weiterführender und zum Teil kommentierter Literatur, und am Ende gibt es eine kommentierte Reihe von 23 Fallstudien.

Die Untersuchung zu Schulbauten in der Zukunft – also optimierten, den derzeitigen Mängelbauten überlegene, weil verbesserte und den vielleicht gar veränderten Anforderungen angepasste Typen – ist kein Planungs­atlas, aus welchem konkrete Lösungen für die eigene Planung entnommen werden könnten. Der textreichen Publikation sind aber jede Menge Hinweise zu entnehmen, wie Schulbauten gedacht werden müssten und wie sie in Zukunft zu planen sind. Damit wird die Untersuchung zukunftsoffen; es sei denn, wir wollten in Bälde etwas ganz anderes als das Non scholae, sed vitae discimus.

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