Für ein neues Denken
 

Paul Schatz (1898-1979) ist heute nur noch Eingeweihten bekannt. Gründe dafür gibt es viele, ganz sicher hängt die Ignoranz gegenüber diesem Denker, Ingenieur, Mathematiker, Künstler und Forscher

damit zusammen, dass der Mann vom Bodensee in all seinem Denken einer Spiritualität verpflichtet war, deren komplexe Vielschichtigkeit seinen Blick auf die Welt immer auch dunkel erscheinen ließ: Die (mechanistische) Welt, so Schatz, steht vor einem Abgrund. Die Publikation, deren hervorragende Gestaltung und Produktion beeindruckt, stellt längst vergriffene oder weit verstreute Artikel von Schatz zur „Architektur und Umstülpung“ zusammen. Was die umfangreiche

Arbeit aber vor allem ausmacht, ist ihre Einladung, den sicher vermuteten und bestimmt behaupteten Wahrheiten der Geometrie und ihrer Folgen eine andere, ergänzende Wahrheit zur Seite zu stellen und Raum vielleicht doch einmal fühlen und nicht bloß denken zu können. Be. K.

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