Für Erhalt des Haus Marlene Poelzig

Das Wohn- und Atelierhaus der Familie Poelzig in Berlin-Westend – 1930 nach dem Entwurf der Bildhauerin und Architektin Marlene Poelzig (auch Moeschke-Poelzig) errichtet – verfällt zusehends und ist vom Abriss bedroht. Das Wohnhaus in der Tannenbergallee gilt als Beispiel der Architektur der Moderne und steht für die Emanzipation von Architektinnen im frühen 20. Jahrhundert. Noch sind Grundrisse, Ausstattung und Garten teilweise erhalten, doch schon das Steildach wurde nach 1945 als das passendere aufgesetzt.

Nun rief die Initiative „Haus Marlene Poelzig“ zu einer Demonstration auf. „Die Initiative Haus Marlene Poelzig möchte das vom Abriss bedrohte Gebäude schützen und der Öffentlichkeit zugänglich machen, um hier in Zukunft – stellvertretend für viele zu wenig gewürdigte Lebensläufe – die Diskussion und Auseinandersetzung mit dem Schaffen von Meisterinnen des Bauwesens befördern“, so Prof. Ulrike Lauber, Architektin und Professorin an der Beuth Hochschule im Namen der Initiative.

Eine im Rahmen der Aktion angebrachte Gedenkplakette, gestaltet von der Künstlerin Hannah Cooke, aktualisiert die Informationen über die tatsächliche Architektin des Hauses. Die historische Plakette nennt allein den Ehemann, Hans Poelzig. Als langfristige Vision strebt die Initia­tive die Etablierung eines Stipendien-Programms für Meisterinnen der Baukultur an, idealerweise am Ort des Hauses Marlene Poelzig.

Weitere Informationen zu Marlene Poelzig, dem Haus und der Initiative im Netz.

www.hausmarlenepoelzig.de
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