Effizienzforum Bau
Praktischer Erfahrungsaustausch zur Gebäude-Energieeffizienz

Hochkarätige Fachvorträge, Workshops sowie die Begleitausstellung lockten am 20. und 21. November 360 Energieberater, Architekten, Planer und Fachhandwerker zum 2. effizienz.forum in das ICS Stuttgart. Im Mittelpunkt standen Erfahrungsaustausch und Aktuelles aus der Praxis.

Als erster Referent eröffnete Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch das Forum mit dem Thema „Wie aus effizienten Energiekonzepten durch Betriebsoptimierung auch effiziente Gebäude werden“. Energieverbrauch und Energiebedarf – das seien zwei Dinge, die zusammengehören und doch oft weit auseinander liegen. So habe sich auch im Monitoring von energiesparend geplanten Gebäuden gezeigt, dass der Energieverbrauch teilweise viel zu hoch liegt. Ein Energiekonzept ende nicht in der Planungsphase, sondern muss auch in der Umsetzung und im Betrieb begleitet werden, um Wirkung zu zeigen. Hier setzt die Forschung mit „EnBop“ (Energetische Betriebsoptimierung) an. Zum Abschluss seines Vortrages lud Prof. Fisch dazu ein, Projekte zur energetischen Betriebsoptimierung zu starten, um aufzuzeigen, dass dadurch Energieeffizienz geschaffen werden kann (mehr dazu unter www.igs.bau.tu-bs.de).

Die Architektin und Energieberaterin Michaela Meyer von der Joseph-Stiftung, einem kirchlichen Wohnungsunternehmen aus Bam­berg, erläuterte das Thema „Passivhausstandard bei Modernisierung von Wohngebäuden aus Sicht eines Wohnungsbauunternehmens“. Sie stellte in ihrem Beitrag mit finanziellen und planerischen Details dar, dass hochwertige energetische Modernisierung keine Bürde für Wohnungsunternehmen sein muss, sondern auch eine Chance bietet, auf dem Mietmarkt vor Ort attraktiv zu bleiben. Dipl.-Ing. Rainer Feldmann, Sachverständiger der KfW-Stabsstelle Nachhaltigkeit, führte in seinem Beitrag über Qualitätssicherung aus, dass eine gut geplante energetische Gebäudesanierung keine Garantie für eine ener­­gie­spa­rende und vor allem gut funktionierende Immobilie sei. Beispielhaft zeigte er auf, wie lückenhaft Qualitätssicherung auf der Baustelle oft, wenn überhaupt, durchgeführt würde.

Am zweiten Kongresstag fand vormittags das 2. Gebäude-Energieberater-Forum (GEB-Forum) statt, dass sich mit den Themen wie der Auswirkung der EnEV 2009 auf die Neuordnung der für 2009 geplanten Förderprogramme, der Honorarfindung für EnEV-Leistungen bei Nichtwohngebäuden und der Praxis der Berechnungen nach DIN V 18 599 in Vortrag und Diskussion befasste. Nachmittags wurden sechs zweistündige Workshops mit den Themen „Wärmebrücken“, „Thermische/Solare Kühlung“, „Geothermie zum Heizen und Kühlen“, „Erfahrungsberichte aus dem Sonderfonds „Energieeffizienz für KMU“ der KfW“, „Das interdisziplinäre Netzwerken mit der DIN V 18599“ sowie „Marketing für Energieberater“ abgehalten.

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